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Oberhavel Stadtverordnete schieben Pläne an
Lokales Oberhavel Stadtverordnete schieben Pläne an
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00:20 27.03.2018
Die Brachfläche an der Mittelstraße in Bergfelde.Als Leitplanung wird ein Bebauungsplan aufgestellt. Quelle: Helge Treichel
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Bergfelde

Für die 14 100 Quadratmeter große Brachfläche westlich der Mittelstraße und nördlich der Bahntrasse in Bergfelde soll ein Bebauungsplan erstellt werden. Den sogenannten Aufstellungsbeschluss fassten die Hohen Neuendorfer Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstagabend bei einer Gegenstimme mit großer Mehrheit.

Der Eigentümer der Fläche beabsichtigt den Bau von 158 Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern sowie im Osten des Plangebietes an der Mittelstraße einen Einzelhandelsbetrieb mit einer Verkaufsfläche von rund 1400 Quadratmetern. Während im Norden und Westen der Fläche Stadtvillen mit drei Geschossen plus Staffelgeschoss geplant sind, sollen im Süden entlang der Bahnstrecke sowie oberhalb des Marktes Geschosswohnungsbauten errichtet werden.

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Dass diese Ziele nicht in Stein gemeißelt sind und in den nächsten Verfahrensschritten noch geändert werden können, betonte der für Planung und Hochbau zuständige Fachdienstleiter Roland Luchterhand. Damit widersprach er den von Oliver Jirka (B90/Grüne) geäußerten Befürchtungen. Diese untersetzte Jirka mit einem Ergänzungsantrag, wonach soziale Bedarfe wie Kita, Jugendclub und Bürgerhaus gleich mit in die Planung aufgenommen werden sollten. Dieser scheiterte jedoch mit 9:15 Stimmen sowie zwei Stimmenthaltungen.

In seinem Geltungsbereich geändert wurde am Donnerstag der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan 48, der das Gebiet nördlich des S-Bahnhofs Bergfelde umfasst und aus dem Jahr 2009 stammt. Bei nur drei Gegenstimmen votierten die Stadtverordneten mehrheitlich dafür, ein Problem zu heilen. Grund ist die Realisierung eines alten, per Vorbescheid genehmigten, jedoch den aktuellen Planungszielen nicht entsprechenden Vorhabens. Der betreffende Teilbereich wurde deshalb aus dem Plangebiet herausgelöst.

Im nächsten Tagesordnungspunkt wurde – diesmal einstimmig – der geänderte Entwurf des Bebauungsplanes 48 gebilligt und zur erneuten öffentlichen Auslegung freigegeben. Ein erstes Beteiligungsverfahren hatte es im Jahr 2016 gegeben. Erneut können Behörden, Versorger, Nachbarkommunen und Einwohner Stellung dazu nehmen.

Von Helge Treichel