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Oberhavel Protest gegen Windräder wächst
Lokales Oberhavel Protest gegen Windräder wächst
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16:25 16.02.2016
Windrad im Wald.
Windrad im Wald. Quelle: Fotolia/Matthias Buehner
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Kremmen

Der Kremmener Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch macht mobil gegen eventuell geplante Windkraftanlagen im Wald zwischen Sommerfeld, Hohenbruch und Neuhof sowie nahe des Autobahndreiecks Havelland bei Staffelde. So ist inzwischen eine Unterschriftenaktion angelaufen. „Hierzu wurden an alle Haushalte der betroffenen Gemeinden Flyer mit Informationen zur Planung zweier Windeignungsgebiete verteilt“, berichtet Hartmut Rakov vom Landschaftsförderverein.

Auf einer dem Informationsflyer beiliegenden Postkarte konnten sich Interessierte sich mit der Unterschrift für den Schutz und Erhalt der betroffenen beiden Waldgebiete einsetzen. Der Verein hat damit nach eigenen Angaben bereits erste Erfolge erzielt. mehr als 500 Unterschriften seien demnach bereits zusammengekommen. Die Forderung lautet: „Keine Windräder in unserem Wald!“

„Die Resonanz ist super“, sagt der Vereinsvorsitzende Sebastian Partzsch über den guten Rücklauf der Postkarten. „Wir werden die Aktion fortsetzen und mit einer zusätzlichen Plakatverteilung verstärken.“ An den Straßen im Bereich Neuendorf und Neuhof im Löwenberger Land sowie in den Kremmener Ortsteilen Beetz, Sommerfeld, Hohenbruch und Staffelde hängen entsprechende Plakate.

Konkrete Beschlüsse sind in diesem Zusammenhang aber noch nicht gefallen. Im April 2015 hatte die Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel mit dem Entwurf des Regionalplanes „Freiraum und Windenergie“ in den Wäldern bei Hohenbruch und Staffelde zunächst Windeignungsgebiete ausgewiesen. Die Mitglieder des Landschaftsfördervereins hatten sich innerhalb des Beteiligungsverfahrens in einer förmlichen Stellungnahme gegen die Aufstellung von Windrädern in diesen Waldgebieten ausgesprochen. Im Laufe dieses Jahres will die Regionalversammlung Prignitz-Oberhavel über die Abwägung zu den diesen Stellungnahmen entscheiden.

Hohenbruchs Ortsvorsteher Arthur Förster (UWG/LGU) spricht sich eindeutig gegen diese Pläne aus. „Wir wollen keine Windkrafträder“, sagte er am Dienstag. „Da, wo sie hinpassen, ist das kein Problem. Aber nicht, wenn dafür ein Wald gerodet werden muss, das ist ein Eingriff in die Natur, und wir sind froh, dass wir die Natur haben.“ Er befürchtet, dass die Windräder auch von Hohenbruch sichtbar seien.

Sonja Karas (Grüne), die Leiterin des Kremmener Bauausschusses, meinte am Dienstag, dass man das Vorhaben genau abwägen müsse. Sie sagte: „So etwas ist individuell zu prüfen – immer.“

Von Robert Tiesler

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