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Oberhavel Reha im Röckchen
Lokales Oberhavel Reha im Röckchen
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18:38 12.05.2014
Hoch das Bein: Chefin Kerstin Helmecke (vorne links) und Margit Pirk (r.) traten mit ihren „Oldie Cats“ auf dem Postplatz auf. Quelle: Marco Paetzel
Hennigsdorf

„Früher war ich jung und hübsch, heute bin ich nur noch ,und’“, flachste die 67-Jährige. Aber die Nummer mit dem Röckchen, die müsse sie jetzt einfach durchziehen. Und dann tippelte Margit Pirk mit ihren „Oldie Cats“ auf die Bühne.

Die meisten der 15 Damen sind über 50, die Älteste ist sogar 72 Jahre alt. Kerstin Helmecke, die die Cheerleader-Gruppe gegründet hat, ist stolz auf das Selbstvertrauen ihrer Frauen. „Sie wollen anderen Älteren zeigen, dass sie etwas Einzigartiges machen.“

Das tun sie tatsächlich. Die „Oldie Cats“ sind die wohl älteste Cheerleader-Gruppe im Landkreis Oberhavel. Im März haben sich die Damen zusammengetan, seitdem trainieren sie jeden Freitag in der Sporthalle der Grundschule Nord. Es geht nicht darum, dass jede Bewegung perfekt sitzt, oder dass alles makellos aussieht. Bei den „Oldie Cats“ geht es um mehr. Denn die Mitglieder haben eine lange Krankengeschichte. Viele haben Operationen hinter sich, leiden unter Rheuma oder haben neue Hüftgelenke. Margit Pirk zum Beispiel hat sich im Türkei-Urlaub 2010 einen Oberschenkelsehnenriss und eine Knochenabsplitterung im rechten Fuß zugezogen. Ihre Füße, sagt Pirk, sind seitdem kaputt. „Ich bin oft ganz unsicher auf den Beinen“, so die Rentnerin.

Das Tanzen mit den Cheerleadern fördert den Muskelaufbau und die Beweglichkeit. „Die Frauen brauchen ständig Bewegung, auch nach der Reha“, erklärt Kerstin Helmecke. Sie ist selbst ausgebildete Rehasportlerin, hat viele der Tänzerinnen selbst betreut. Das große Problem beginne meist, wenn die Reha-Maßnahme ausläuft. „Viele sitzen dann zu Hause, blasen Trübsal und werden noch kranker.“ Wenn sie aber tanzen, bleiben die Frauen fit – körperlich und geistig.

Viele der Frauen hatten von Cheerleading vorher noch nichts gehört, auch Kerstin Helmecke ist keine Expertin auf dem Gebiet. Bei den Grundlagen helfen den Frauen deshalb die jungen Cheerleader vom Rugby-Klub des SVStahl Hennigsdorf. Das ist nicht immer leicht, denn nicht alle schaffen schnelle Drehungen oder können so abspringen wie die jungen Mädchen. „Bis wir drei, vier Schritte drauf haben, dauert das locker eine Stunde, aber die Mädels haben große Geduld mit uns“, sagt die 48-Jährige. Derzeit üben sie einen Tanz zum Uptempo-Hit „Timber“. Genau 130 Sekunden dauert diese erste Nummer. Das Programm, sagt Kerstin Helmecke, soll aber in Zukunft noch um einige Songs länger werden. Solang die Puste bei ihren alten Mädels eben noch reicht.

Für Kerstin Helmecke ist es jetzt erstmal wichtig, dass die „Oldie Cats“ den Vereinsstatus bekommen. „Wir müssen die Leute ja versichern können.“ Und wenn alles gut geht, bekommen sie auch finanzielle Unterstützung von der Stadt. 600 Euro für die Ausrüstung haben die Mitglieder des Hauptausschusses schon durchgewinkt.

Auch die Generalprobe beim „Tag mit behinderten Menschen“ ist geglückt. Die Senioren-Cheerleader bekamen nach ihrem Tänzchen langen Applaus, unzählige Smartphones und Kameras hielten den Auftritt fest. Die nächsten Auftritte sind beim Rollstuhltanztag am 20. September und dem 30.Jubiläum des Behindertenvereins am 24. Oktober geplant. Margit Pirk freut sich drauf, Röckchen hin oder her. „Mit den Mädels macht das einfach Spaß.“

Von Marco Paetzel

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