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Oberhavel Roland Heigel zählt, was im Garten fliegt
Lokales Oberhavel Roland Heigel zählt, was im Garten fliegt
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18:22 06.01.2014
Roland Heigel in seinem Garten. Quelle: MAZ
Wensickendorf

Vögel zählen und erkennen ist für ihn also ein Leichtes. Am Wochenende schnappte sich der studierte Vogelkundler Zettel und Stift und beteiligte sich an der bundesweiten Vögelzählung des Naturschutzbund Deutschlands (Nabu) "Stunde der Wintervögel".

Eine Stunde pro Tag haben Vogelfans aus ganz Deutschland damit verbracht, in Gärten, Parkanlagen und Wäldern Vögel zu zählen, ihre Ergebnisse zu sammeln und weiterzugeben. Mittendrin war dabei auch der Storchen-Fachmann Heigel, der Beisitzer im Nabu Oranienburg ist. Im Vorjahr beteiligten sich rund 93000 Vogelfans. Das Ergebnis ist auch in diesem Jahr nicht wirklich überraschend. "Kohlmeise und Blaumeise sind die üblichen Verdächtigen im Garten", meint Heigel über seinen Befund. "Ziemlich beeindruckend ist aber das Ergebnis in der Vielfalt", sagt der Vogelfan. "Besonders auffällig sind Kraniche. Ich habe alleine 52 Stück gezählt. Man sieht an der Häufigkeit, dass sich die Tiere an den warmen Winter gewöhnt haben."

Bei den bisher inoffiziellen Ergebnissen für den Kreis Oberhavel wurden insgesamt 7100 Vögel gezählt (Stand gestern). Die meisten Vögel identifizierten die Zähler als Kohlmeisen (1005 Stück). Doch es lohnt auch ein Blick an das Tabellenende, nämlich dort, wo die seltensten Vogelarten aufgelistet werden. Einen einzigen Seeadler und eine Heckenbraunelle gab es in der Oberhavelregion zu beobachten. "Ein Seeadler ist schon ein beeindruckendes Tier", meint Heigel, der auch eine Erklärung hat, wieso Tiere, die es im Winter sonst gen Afrika zieht, in der Region bleiben. "Vögel, wie der Kranich, können sich an die Begebenheiten vor Ort anpassen und überlegen sich: wieso soll ich den langen Weg nach Afrika fliegen, wenn es hier mild ist und Futter gibt", sagt der Ornithologe.

An den Kennzahlen der Kraniche ist der Unterschied zum kalten Winter vor einem Jahr auszumachen. Während 2013 nur elf Kraniche in der ganzen Region Oberhavel gezählt wurden, gab es diesmal gleich 350 Artgenossen zu beobachten. Somit liegt der Kranich auf dem siebten Platz im Ranking. "Das ist überraschend", so Heigel.

Von Marcel Jarjour

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