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Oberhavel Rückenwind für die Heidekrautbahn
Lokales Oberhavel Rückenwind für die Heidekrautbahn
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00:40 29.04.2018
Das moderne Erscheinungsbild der Heidekrautbahn. Quelle: Helge Treichel
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Mühlenbeck/Berlin

Noch nie war das Ziel so greifbar nah, trotzdem müssen noch eine Menge Weichen bis zur Reaktivierung der Heidekrautbahn gestellt werden, schätzt Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus (SPD) ein.

Am vergangenen Donnerstag seien sich alle Parteien des Berliner Abgeordnetenhauses im Verkehrsausschuss ausnahmsweise mal einig gewesen: die Reaktivierung der Heidekrautbahn von Basdorf nach Wilhelmsruh soll weiter vorgebracht werden. Oberstes Ziel soll es sein, dem immer weiter ansteigenden Verkehrskollaps entgegen zu wirken indem autofahrende Pendler zum Umsteigen auf die Schiene bewegt werden.

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Derzeit gibt es werktags rund 270.000 Pendler zwischen Berlin und Brandenburg und dies mit steigender Tendenz.

Wie der aktuell politisch positiv wehende Wind aus Berlin auch nach Brandenburg gelenkt und vor Ort positiv genutzt werden kann, um die Reaktivierung der Heidekrautbahn wenigstens punktuell kurz-, oder mittelfristig zu realisieren, darüber berieten sich der Bürgermeister und Fachbereichsleiter Hanns-Werner Labitzky am Montag mit Sven Tombrink, Prokurist der Niederbarnimer Eisenbahngesellschaft (NEB).

Während einer Infoveranstaltung zur Heidekrautbahn mit Ministerin Kathrin Schneider hatte die SPD kürzlich Flagge gezeigt. Quelle: Helge Treichel

„Wir lassen nicht mehr locker und werden gemeinsam mit der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Heidekrautbahn (KAG) und dem Landkreis den politischen Druck auf die Länder Berlin und Brandenburg erhöhen“, sagt Smaldino-Stattaus nach dem Treffen. Er sei zuversichtlich: „Die Heidekrautbahn wird perspektivisch kommen, schon im Kontext unseres Klimaschutzkonzeptes muss dies geschehen.“

Zum Beispiel sei eine Plakataktion vorgesehen, um auf die Problematik hinzuweisen. Im Jahr 2021 würden die Bahnstrecken von den Ländern wieder bestellt.

Von Helge Treichel