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Oberhavel Rückstau an der Autobahnzufahrt
Lokales Oberhavel Rückstau an der Autobahnzufahrt
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20:11 06.11.2017
Die Autobahnauffahrt der L 21 in Mühlenbeck. Hier staut es sich in letzter Zeit wieder häufiger.
Die Autobahnauffahrt der L 21 in Mühlenbeck. Hier staut es sich in letzter Zeit wieder häufiger. Quelle: Helge Treichel
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Mühlenbeck

Am Montagmorgen nach den Herbstferien war die Autobahn-Anschlussstelle in Mühlenbeck wieder dicht: Stau! Dieser Start in die Woche frustrierte unzählige Autofahrer. Und mittendrin: die Busse, deren Fahrgäste zur Schule und zur Arbeit wollen.

„In der letzten Zeit gab es wieder häufiger Beschwerden“, sagt Bau-Fachbereichsleiter Hanns-Werner Labitzky. Von zeitweisen Stauungen berichtet auch der parteilose Gemeindevertreter Torsten Iden aus Summt. Dabei sei ein klarer Zusammenhang zu Sperrungen auf der A 114 zu erkennen. Diese führten zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen an der Anschlussstelle zwischen Autobahn und Landesstraße L 21. Diesmal fällt der Stau mit der Sperrung der S-Bahnlinien S 8 und S 2 zusammen. Noch bis zum 4. Dezember werden zwischen Berlin-Pankow und Berlin-Blankenburg Schallschutzwände errichtet. Die Folge: Schienenersatzverkehr in Birkenwerder, Hohen Neuendorf, Bergfelde, Schönfließ und Mühlenbeck-Mönchmühle.

Bereits vor den Herbstferien erfuhr Hanns-Werner Labitzky von Reaktionen auf die angespannte Verkehrslage. Der Landesbetrieb Straßenwesen plane eine Kameraüberwachung, so seine Information.

Eine Woche lang soll das Verkehrsaufkommen ermittelt werden, bestätigte Kreissprecher Ronny Wappler auf Nachfrage. Die Zählung solle dann für die Verkehrsbehörde des Landkreises die Datengrundlage dafür sein, um über etwaige Gegenmaßnahmen zu entscheiden. „Sobald die Ergebnisse vorliegen, wird entschieden, ob die Grün- und Rotphasen der Ampel angepasst werden müssen“, sagt Wappler. Dazu werde in der Kreisbehörde eine sogenannte „verkehrsrechtliche Anordnung“ verfasst. Adressat sei das Land als Straßenbaulastträger, also Eigentümer der Straße. Aus dem Landesbetrieb war allerdings gestern keine Information zum Stand der Dinge zu bekommen.

Bereits vor zwei Jahren hatte die Ampelanlage an der Anschlussstelle für Unmut gesorgt. Seinerzeit war der Verwaltung aus dem Landesbetrieb mitgeteilt worden, dass es sich um eine „intelligente Ampelanlage“ handele: Sie erkenne den Verkehrsfluss und richte die Länge der Ampelphasen nach der Verkehrsdichte aus, wobei von der Autobahn kommende Fahrzeuge grundsätzlich Priorität hätten, um dort Rückstaus zu vermeiden. Ein Monteur wechselte ein Bauteil und programmierte die Kameras neu. Danach funktionierte es nach den Worten von Torsten Iden wieder besser.

Von Helge Treichel