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Oberhavel „Schäbig“ – AfD empört über Boykott-Aufruf
Lokales Oberhavel „Schäbig“ – AfD empört über Boykott-Aufruf
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09:53 20.09.2016
Symbolfoto Quelle: dpa
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Oranienburg

Die AfD Oberhavel hat empört auf den Boykott-Aufruf für ein Lokal reagiert, in dem die Partei einen Stammtisch veranstaltete. „Ich empfinde das als Frechheit. Es ist schäbig gegenüber dem Gastwirt“, sagte Kreisvorsitzender Andreas Galau am Montag der MAZ.

Oberhavels AfD-Chef und Landtagsabgeordneter Andreas Galau. Quelle: MAZ

Die Meinung eines Privatmannes

Der Hennigsdorfer Udo Buchholz hatte Einwohner der Stadt auf Facebook aufgerufen, das Gasthaus in Nieder Neuendorf nicht mehr zu besuchen, weil dort kürzlich der AfD-Stammtisch stattfand. Buchholz, der SPD-Fraktionschef im Stadtrat ist, betonte am Montag, er habe sich als Privatmann geäußert, nicht als Kommunalpolitiker. Für Galau macht das keinen Unterschied: „Jeder kann eine private Meinung zu uns haben. Trotzdem sollte er sich schämen, denn er hat als demokratischer Politiker eine gewisse Verantwortung.“ In dem Gasthaus fänden auch Veranstaltungen anderer Parteien statt. Der Wirt verhalte sich neutral.

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Nächster Stammtisch in Zehdenick

An dem öffentlichen Stammtisch in Nieder Neuendorf zur Rentenpolitik nahmen laut AfD-Kreisvorstandsmitglied Christian Schmidt 50 Besucher teil. Der nächste Stammtisch findet am 6. Oktober in Zehdenick zum Thema Islam statt. Am 13. Oktober gibt es in Oranienburg eine öffentliche Versammlung des AfD-Kreisverbandes.

Von MAZonline