Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Schätze aus dem Depot
Lokales Oberhavel Schätze aus dem Depot
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:55 19.05.2014
Das Ofenmuseum zeigt besondere Stücke seiner Sammlung.
Das Ofenmuseum zeigt besondere Stücke seiner Sammlung. Quelle: Ulrike Gawande
Anzeige
Velten

Unter den Schenkungen sind allein 740 Kacheln und 400 Fliesen, aber auch 60 Kachelöfen und 15 Küchenherde, weiß Fördervereinsvorsitzender Udo Arndt zu berichten.

Viele dieser Exponate – insgesamt besitzt das Museum über 7000 – müssen aufgrund Raummangels jedoch im Depot gelagert werden. 140 Schenkungen und Ankäufe, von der Kachel aus dem Jahr 1993 mit dem Konterfei von Ringelnatz, Gebrauchskeramiken von Hedwig Bollhagen bis hin zum Kachelofen mit Fayencen, verziert mit blauen Blumenornamenten aus dem Jahr 1856, wurden für die Sonderausstellung „Zurück in Velten“ zur Feier des 20. Jahrestages der Wiederöffnung zusammengetragen. Die Vernissage wurde Sonntagnachmittag eingebettet in den Internationalen Museumstag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Sammeln verbindet“ stand, mit zahlreichen Schenkern und Förderern.

Schon zur Museumsgründung 1905 durch Veltens Kantor Gustav Gericke waren es die Schenkungen der Veltener Ofenfabrikanten, die den Grundstock für das damalige Heimatmuseum legten. Heute ist das in einer immer noch produzierenden Ofenfabrik gelegene Museum, das sich dem Kunstgewerbe mit industrie- und technikgeschichtlicher Ausrichtung widmet, einmalig in ganz Deutschland.

Beinahe wäre jedoch alles ganz anders gekommen, denn in den 1970er Jahren wurde der gesamte Museumsbestand aufgrund Platzmangels an das heutige Deutsche Historische Museum verkauft. „Nach der Wende gab es Pläne, das Museum als Heimatstube wiederzueröffnen“, berichtet Udo Arndt, Förderer der ersten Stunde. „Zum Glück ist daraus nichts geworden, denn sonst wäre letztlich auch nicht das künftige Hedwig-Bollhagen-Museum nach Velten gekommen.“ Der heutige Bestand des Museums gliedert sich in die der Stadt gehörenden Exponate, die 1993 von Berlin nach Velten zurück kamen, und die Schenkungen und Ankäufe – aufgrund eines fehlenden Einkaufsetats streng genommen auch Schenkungen – , die seit 1994 vom Förderverein vorgenommen wurden. Einen Wunsch hat Udo Arndt für die Zukunft: „Velten muss noch mehr merken, was das Museum für ein besonderer Schatz ist und Platz schaffen, damit die Schenkungen nicht ungesehen versauern.“

Von Ulrike Gawande

Oberhavel Busfahren leicht gemacht: Kunden der OVG können Tickets per App kaufen - Den Fahrschein aufs Smartphone
19.05.2014
Oberhavel Der Pendlerfrust nimmt einfach kein Ende - Wieder Ersatzbusse für die S-Bahn
19.05.2014
Oberhavel Unbekannte entfernten fast flächendeckend CDU-Wahlwerbung - CDU-Plakate im Papierkorb
19.05.2014