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Oberhavel Abschiedsfest von Schloss Schwante
Lokales Oberhavel Abschiedsfest von Schloss Schwante
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10:45 12.08.2019
Nach der Öffnung füllte sich der Schlosspark in Schwante sehr schnell mit kleinen und großen Besuchern.. Quelle: Robert Roeske
Schwante

Am Sonnabend waren noch einmal alle da: Anwohner aus Schwante und Menschen aus der Region. Auch zahlreiche Autos mit Berliner Kennzeichen parken vor dem Schlosspark Schwante. Drinnen nehmen mehrere Hundert Menschen Abschied von dem Ort der Kultur und Erholung, der nach seinem Verkauf an Privatleute für die Öffentlichkeit schließt.

„Traurig“ findet das Sylvana Latzel. Die Großmutter aus Velten erinnert sich an frühere Veranstaltungen: „Wir konnten mit den Kindern Äpfel und Birnen von den alten Bäumen pflücken und ein Apfelmann hat uns erklärt, was man daraus kochen kann.“ Auch Rosemarie Teske aus Oranienburg sagt: „Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt.“ Noch im vergangenen Herbst sei sie zu den Kafka-Abenden gegangen. „Wenn ich Besuch hatte, dann sind wir hierher gefahren.“

Erholung und öffentliche Gastronomie gehen verloren

Es ist ein Erholungsgebiet, das verloren geht. Elf Hektar umfasst der Gutspark, durch den ein bisher öffentlicher Weg in die dahinter liegende Landschaft führt. Ebenfalls schließt die Gastronomie. Rosemarie Teske zählt weitere ehemalige Orte auf: „Früher hat man auch im Hotel in Sommerfeld so gut Kaffee getrunken, genauso im Schloss Ziethen oder der Seelodge Kremmen.“

Lange Schlangen bildeten sich an den Essensständen, während draußen ein Quartett den Sound der 20er-Jahre spielte. Letztmals hat Malena Baum, die Frau des Schloss-Impressarios Przemek Schreck, den Garten liebevoll mit Blumenarrangements und romantischen Kostümen ausstaffiert.

Bittere Bilanz des Alteigentümers

Alteigentümer Christian Schulz sieht dort nach zehn Jahren einen Teil seines Lebenswerks zerstört. Und nicht nur das: „Berlin und Brandenburg verlieren einen Ort, der beide zusammenbringt.“ Jährlich habe er dort 5000 Menschen zu Veranstaltungen begrüßen können, darunter 20 Theatervorstellungen.

Schulz sieht sich als Opfer einer Intrige durch ehemalige Angestellte seiner Monbijou Theater GmbH, die in Berlin die größte freie Bühne sowie die erste Strandbar an der Spree betrieben hat. Für beide Geschäftszweige hat der Berliner Bezirk Mitte nicht ihm nach 21 Jahren einen Mietvertrag mehr gegeben, sondern einer neuen Gesellschaft seiner abtrünnigen Mitarbeiter. Damit fielen Schulz vor allem die Einnahmen aus der Strandbar für die Bewirtschaftung und den Erhalt des herrschaftlichen Anwesens in Schwante weg.

Von Matthias Busse

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