Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Seit 29 Jahren im Chor: Karlheinz Sandow
Lokales Oberhavel Seit 29 Jahren im Chor: Karlheinz Sandow
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:51 14.01.2017
Karlheinz Sandow am Heiligen Abend in Flatow. Quelle: Sebastian Morgner
Flatow

Jede Woche, seit 29 Jahren, freut sich Karlheinz Sandow aus Flatow auf den Donnerstagabend, denn dann ist wieder Chorprobe des Kirchenchores Flatow, der 2016 den 85. Geburtstag gefeiert hat. „Singen macht mich glücklich“, verrät strahlend der 75-Jährige, der Zeit seines Lebens Flatow nicht untreu geworden ist.

Nur zum Arbeiten hat er seinen Heimatort verlassen: Seine Malerausbildung hat er in Grünefeld absolviert und dann bis zum Mauerbau in Berlin und später in Kremmen gearbeitet. 1982 begann der Freund klassischer Musik als Maler im Kirchenkreis. Restaurierte nicht nur die Persische Wandteppichmalerei in der Kirche von Fehrbellin, sondern in den Wintermonaten, wenn es für Malerarbeiten in den Gotteshäusern zu kalt war, widmete man sich der Sanierung der maroden Pfarrhäuser. Er habe schon als Kind einen engen Bezug zur Kirche gehabt, so Sandow, der seit 41 Jahren auch im Gemeindekirchenrat ist, ihn sogar jahrelang leitete. Und die Nähe zur Kirche sei , außer in der Jugendzeit, nie weniger geworden. „Ich gehe regelmäßig zum Gottesdienst.“ So kam kein anderer Chor, als ein Kirchenchor für ihn in Frage.

Karlheinz Sandow Quelle: Ulrike Gawande

„1988 sprach mich die damalige Pastorin Werner, die heute Thomsen heißt und in Dänemark lebt, an, ob ich nicht Lust hätte mitzusingen“, erzählt der Vater einer Tochter und Großvater eines erwachsenen Enkelkindes. Das Vorsingen, bei dem er „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“ vortrug, bestand Karlheinz Sandow, der als Kind Mandoline gelernt hat, mit Bravur. Sandow sagte zu, in den bis dahin reinen Frauenchor zu kommen. Jedoch mit einer Einschränkung: Nur gemeinsam mit Walter Bomke, mit dem er dann, bis zu dessen Tod 2014 Hahn im Korb war. Fortan wurde nun in Flatow dreistimmig gesungen. Die Damen wissen es zu schätzen. „Es macht mir Spaß zu singen, zwar nicht solistisch, aber ich habe mich daran gewöhnt, auch mal alleine in der Männerstimme zu sein.“ So wie bei Beerdigungen oder Taufen in Flatow, zu denen oft die anderen drei Männer des Chores, aus Linum und Nauen, nicht kommen. Nachwuchs und neue Mitsänger könne man immer gut gebrauchen.

„Mein Mann kann toll singen, da beneide ich ihn manchmal drum“, begeistert sich Sandows Ehefrau Brigitte, mit der er seit 1963 verheiratet ist. Sie selber könne nicht singen, erzählt sie mit Bedauern, aber umso lieber komme sie zu den Auftritten des Chores. Egal ob beim Landeserntefest in Paaren oder beim traditionellen Herbstfest in Flatow. „Ich bin ein wenig das Chormaskottchen“, lacht sie. Zu Chorfesten backt sie gerne Kuchen.

Mit ihrem Mann teile sie so zwar nicht das Hobby und auch nicht den Musikgeschmack, nur Schlager und Volksmusik mögen beide gern, aber auch bei den Lieblingsliedern sind sich beide Sandows einig: Das Kirchenlied „Herr, deine Güte“ und „Alta trinita beata“, Stück eines unbekannten Meisters aus dem 15. Jahrhundert, gefällt beiden. Aber auch Volkslieder und Kanons oder Lieder der Comedian Harmonists studiert Chorleiterin Anne König mit ihren Sängern ein. „Sie macht das so toll, erklärt gut und wiederholt die Noten so lange, bis alle sie können.“ So macht die Musik dann Sänger und Zuhörer glücklich.

Von Ulrike Gawande

Die Dr. Hugo Rosenthal Oberschule in Hohen Neuendorf stellte sich am Freitag beim „Tag der offenen Tür“ vor. Am Vormittag waren mehr als 500 Kinder beim Sechstklässler-Cup zu Gast. Neben dem Fußballturnier gab es ein Wissensquiz. Am Nachmittag war die Schule für die Öffentlichkeit geöffnet.

15.01.2017

Zum 500. Reformationsjubiläum hat Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz „Martins Apfelbrot“ kreiert. Er bezieht sich damit auf ein Zitat von Martin Luther, das sich um einen Apfelbaum dreht. Das neue Brot will er ab 20. Januar auf der Grünen Woche in Berlin präsentieren.

14.01.2017

Oberhavels Amtsarzt kann die gefühlte Wahrnehmung vieler Menschen mit Zahlen belegen: Die Grippe-Meldungen im Landkreis nehmen im Vergleich zu den Vorjahren zu. So stark wie seit 2009 nicht mehr. Zeitgleich geht die Zahl derer, die sich impfen lassen, zurück.

13.01.2017