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Oberhavel So reagiert Oberhavel auf Vorschlag zur Abschaffung des Gelben Sackes
Lokales Oberhavel So reagiert Oberhavel auf Vorschlag zur Abschaffung des Gelben Sackes
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19:40 22.02.2019
Bald ein Bild der Vergangenheit? Wenn es nach Oberhavels Einwohnern geht, ja. Quelle: Foto: Verwaltung
Oberhavel

Die Meinung von Oberhavels Einwohnern ist klar: Sie wünschen sich, ihren Verpackungsmüll zukünftig statt in gelben Säcken in festen Abfalltonnen entsorgen zu können. Die Kreisverwaltung hat einen entsprechenden Vorschlag erarbeitet, der in den nächsten Tagen in den entsprechenden Ausschüssen diskutiert und am 13. März zur Abstimmung im Kreistag vorgelegt wird.

Tonnenlösung sehnlichst erwartet

Auf der Facebookseite der MAZ Oberhavel entspann sich in kürzester Zeit nach Veröffentlichung dieser Nachricht eine rege Diskussion. „Das wird auch Zeit“, meinte Marco Pohlmann. Die Hohen Neuendorferin Ramona Meichsner berichtet, schon vor Jahren danach gefragt zu haben, „damals wurde das aber abgelehnt“. Die Oranienburgerin Geraldine Kratz begrüßt den Vorschlag ebenfalls: „Es sieht immer schlimm in der Stadt aus, wenn über Nacht alles zerfetzt wurde oder bei Wind alles rum fliegt“, findet sie.

Der Landkreis will den gelben Säcken ein Ende bereiten. Was sagen Sie dazu? Lieber Säcke oder lieber gelbe Tonnen für den Verpackungsmüll?

Gepostet von MAZ Oberhavel am Donnerstag, 21. Februar 2019

Müll entsorgen ist nicht einfach Müll entsorgen

Auch Peter Siliee spricht sich klar für die Tonne aus, meint jedoch: „Die müsste aber wöchentlich abgeholt werden. Diese Mengen an Verpackungsmüll sind nervig." Auch Antje Arnold hat Bedenken: „Hauptsache es landen auch nur Verpackungen in der Tonne und kein anderer Müll. Im gelben Sack konnte man das zumindest sehen.“ Sebastian Zimmer aus Oranienburg stimmt ihr zu. „Ich finde die Tonne gut", erklärt er. „Gleichzeitig sollte bei der Einführung der Tonnen der Endverbraucher darauf hingewiesen werden, wie und was in die Tonnen kommen soll.“ Immer wieder sehe er Berichte, in denen es beispielsweise heiße „der Müll muss ausgespült sein, Aluminium muss von Plastik abgetrennt werden“. Dem ist tatsächlich nicht so. Zwar sollen entsorgte Verpackungen möglichst komplett leer sein, ausgespült werden müssen sie jedoch nicht. Denn dies kostet unnötig Energie und Wasser, belastet die Umwelt und der Müll wird bei der Aufbereitung ohnehin gewaschen. Das Umweltbundesamt weist zudem darauf hin, einzelne Becher nicht ineinander zu stecken, damit die Verpackungen die Sortieranlage für Wertstoffe einzeln durchlaufen können.

Auch kritische Stimmen zum Verwaltungsvorschlag

Angetan von dem Vorschlag des Kreises sind jedoch nicht alle Bürger Oberhavels. So meint beispielsweise Marco Mütze: „Bei der Nutzung von Tonnen ist nur noch eine begrenzte Abgabemenge möglich. Säcke kann ich soviel hinstellen, wie ich möchte.“ Tine Döring hingegen geht die geplante Umstellung auf 240-Liter-Tonnen nicht weit genug: „Das ist ein Witz, bei vier bis fünf Personen so eine Tonne alle 14 Tage abzuholen. Eine 360-Liter-Tonne wäre da mindestens angebracht“, findet sie.

Umweltbundesamt favorisiert Tonnen-Lösung

Laut Umweltbundesamt schneiden im Übrigen Tonnen beim Sammeln von Verpackungsmüll in ihrer Effizienz besser ab als Säcke. Letztere wiederum erzielen in der Regel bessere Sammelqualitäten, da sie transparent sind und gegebenenfalls stehen gelassen werden, wenn zu viel falscher Müll enthalten ist. Laut Verpackungsgesetz müssen ab 2019 zwischen 55 und 80 Prozent des Verpackungsmaterials recycelt werden.

Was sagen Sie?

In unserem interaktiven Voting können Sie mit abstimmen – welche Lösung finden Sie besser: Die Gelbe Tonne oder die Gelben Säcke?


Von Nadine Bieneck

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