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Oberhavel So war der Tag der 200. Bombenentschärfung
Lokales Oberhavel So war der Tag der 200. Bombenentschärfung
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07:06 15.12.2016
Mit einem Bagger konnte die Weltkriegsbombe abtransportiert werden. Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Um 14.25 Uhr war die 200. Bombe nach der Wende in Oranienburg unschädlich gemacht. Etwa 45 Minuten später durften die Oranienburger dann wieder in ihre Wohnungen. Etwa 9500 Menschen lebten im Sperrkreis. Sie musste bis 8 Uhr ihre Wohnungen verlassen. Fünf Männer kümmerten sich um den Blindgänger. Anschließend durfte sich Sprengmeister André Müller gemeinsam mit seinem Team ins Goldene Buch der Stadt eintragen.

Am Mittwoch, 14. Dezember 2016, wurde in Oranienburg die 200. Weltkriegsbombe seit 1991 entschärft. Viele mussten daher schon früh ihre Wohnungen im Sperrkreis verlassen. Hier die Bilder.

Das Entschärfer-Team hatte mit einer Besonderheit zu kämpfen. Die Bombe lag waagerecht in der Erde. Hier können Sie nachlesen, wie das Team um Müller damit umging und warum sie sich wohl bald wieder in Oranienburg um eine Bombe kümmern müssen.

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Die Bombe und ihre Entschärfer – Chef André Müller (2.v.l.) mittendrin Quelle: Enrico Kugler

Für viele Oranienburger begann der Mittwoch in aller Frühe. Bis 8 Uhr mussten 9500 Menschen ihre Wohnungen räumen. Eine Stunde bevor der Sperrkreis geschlossen wurde, herrschte in der Stadt mächtig Gewusel, vor allem rund um den Bahnhof. Die Fahrgäste, die aus den Bussen stiegen, haben es eilig. 7.31 Uhr fuhr die letzte S-Bahn in Richtung Berlin.

Die S-Bahn verließ am Mittwoch um 7.31 Uhr Oranienburg. Quelle: Kathert

Die MAZ hat sich am Morgen in Oranienburg umgeschaut und beobachtet, wie die Menschen mit der Evakuierung umgehen.

Im Liveticker können Sie außerdem im Minutenprotokoll nachlesen, wie der Tag verlief.

Am Mittwoch waren rund 9500 Menschen betroffen, einige sind schon mehrere Male von den Bombenentschärfungen betroffen gewesen. Wie zum Beispiel die Firma Koczessa – wir haben mit ihnen gesprochen, wie sie sich auf solche Tage vorbereiten.

Familie Koczessa Quelle: Heike Bergt

Lars Thom, Tobias Lüsch und Elisa Rackow kommen eigentlich aus der Uckermark. Am Mittwoch waren sie als ehrenamtliche Helfer für das Deutsche Rote Kreuz in Oranienburg im Einsatz. Um kurz vor 3 Uhr sind sie aufgestanden um pünktlich am Einsatzort zu sein. Die MAZ hat sie bei ihrem Einsatz begleitet.

Sind vor 3 Uhr aufgestanden, um heute in Oranienburg zu helfen: Die DRK-Sanitäter aus der Uckermark. Quelle: Enrico Kugler

Von MAZonline

14.12.2016
14.12.2016
15.12.2016