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Oberhavel Sonnenbogen-Verlag mit Buchdruck-Kunst
Lokales Oberhavel Sonnenbogen-Verlag mit Buchdruck-Kunst
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16:15 19.01.2018
Peter Kurz vor einer Original-Heidelberg-Druckmaschine aus den 60er-Jahren. Quelle: Robert Tiesler
Marwitz

Es war im Jahre 1987, da wollte Peter Kurz ein Buch herausgeben. Es in eine Druckerei zu bringen, kam allerdings nicht in Frage – lieber hatte er sich eine eigene Druckerei gekauft. „Der Weg war das Ziel“, sagt er. Damals lebte er noch in West-Berlin. Der Sonnenbogen-Verlag mit der kleinen Druckerei ist in Charlottenburg gegründet worden, 1995 zog er nach Marwitz in die Lindenstraße um.

Maschine im Verlag Sonnenbogen Quelle: Robert Tiesler

Eigentlich war Peter Kurz Lehrer in Berlin, er unterrichtete hauptsächlich Arbeitslehre, inzwischen ist er Pensionär. Eine Buchdruckerlehre hat er nie absolviert, er hat sich alles selbst beigebracht. „Ich war von Natur aus neugierig“, erzählt er. Mit zwölf Jahren begann er, sich in Sachen Elektronik vieles beizubringen.

Verschiedene Papiersorten hält Peter Kurz bereit. Quelle: Robert Tiesler

„Knoten im Papier“ hieß 1987 das erste Buch, das er herausbrachte. Darin stehen 50 Gedichte, dazu verschiedene Illustrationen. Auffällig ist das Buchcover. Es hat eine Vorrichtung zum Befestigen von kleinen Kärtchen. „Man kann sie austauschen“, sagt Peter Kurz. Je nachdem, was man gern auf dem Cover sehen möchte. Wie überhaupt die Bücher aus dem Sonnenbogen-Verlag oftmals besonders sind. Blättert man zum Beispiel den Roman „Tod eines Schulrats“ durch, fallen gleich die verschiedenfarbigen Seiten auf. Viele verschiedene Papiersorten in unterschiedlichen Farben werden verwendet.

Auswahl an Büchern, die im Verlag erschienen sind. Quelle: Robert Tiesler

Die Druckerei ist mehr ein Hobby als eine Einnahmequelle für Peter Kurz. „Eine goldene Nase verdiene ich mir damit nicht“, sagt er. Obwohl die Bücher sehr aufwendig hergestellt sind, verlangt er dafür keinen hohen Preis. Etwa 50 Bücher und Broschüren gab der Verlag in den mehr als 30 Jahren heraus. Am erfolgreichsten ist jedes Jahr ein „Logbuch“ für Schüler. Darunter ist auch ein Sachbuch vom Eisenbahnexperten Klaus Lorenz über die Kremmener Bahn und die Marwitzer Dorfchronik von 1350 bis 2000. Ebenfalls dort erschien in den 2000ern die „Bürgerpost“, ein Blatt mit aktuellen Informationen aus der Region.

Ein Winkelhaken. Quelle: Robert Tiesler

In der Druckerei sind nicht nur die vielen Sorten Papier, verschiedene alte Geräte, Farben – dort stehen auch die Maschinen, unter anderem eine Original Heidelberg aus den 60ern. „Ich mache alles allein“, sagt Peter Kurz. Demnächst will er auf dem Hof aufräumen, denn im Laufe des Jahres will er dort ein kleines Fest veranstalten. Dann können sich Besucher auf dem Gelände umsehen – und auch ein Buch kaufen. „ „Das Antiquariat in der Pragerstraße“ wird bald fertig“. „Es wird alle Techniken zeigen, die im Buchdruck möglich sind“, kündigt der Marwitzer an. „Das wird höchste Kunst und eine Herausforderung.“ Aber genau das macht ihm Spaß.

Kontakt im Internet: Verlag Sonnenbogen

Von Robert Tiesler

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