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Oberhavel Spritztour mit „Twizy“ und Tesla
Lokales Oberhavel Spritztour mit „Twizy“ und Tesla
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16:37 24.06.2018
Fachsimpeln über E-Mobilität vor dem Oranienburger Schloss. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Das Tesla-Gefährt mit den „Flügeltüren“ war zweifellos der Hingucker der „e-motion“, die am Sonnabend Aussteller und Interessierte an innovativen Antrieben, Techniken und Fahrzeugen auf dem Schlossplatz vereinte.

Aber auch ein ganz kleiner Flitzer zog die Blicke auf sich: ein Renault „Twizy“. Ein Zweisitzer-Flitzer, der bei der Messe als „Wettauto“ diente. Am Vormittag hatten 35 Messebesucher ihren Tipp zur Frage abgegeben: Wie weit rollt der Mini mit voll geladener Batterie? Die Meinungen gingen auseinander: Geschätzt wurden zwischen 50 und 170 Kilometer Reichweite. Die Auflösung am Nachmittag ergab: Es sind rund 80. Der Gewinn: Ein Wochenende mit einem Renault Zoe. Zur Verfügung gestellt hatte den „Twizy“ das Autohaus Manzke. Zwischen 6000 und 10 000 Euro kostet das Gefährt, je nach Ausstattung, das man schon ab 16 steuern darf. Die Ladezeit beträgt vier bis sechs Stunden – an einer normalen Steckdose – gleich neben dem Toaster.

Vor sieben Jahren war die innovative Fahrzeugmesse „e-motion“ an den Start gegangen. Zum zweiten Mal fand sie auf dem Schlossplatz statt. Die Stadt unterstützt die Messe, hat selbst schon auf E-Autos im Fuhrpark umgerüstet. 2012 waren zehn Fahrzeuge auf der Messe präsent, „heute sind es fünfmal so viele“, so Mitorganisator René Tausch von den Wirtschaftsjunioren Oberhavel. Und er bestätigt: „Viele haben inzwischen umgedacht und umgerüstet, gerade die Kommunen, die Oberhavel Holding, die AWU, die IHK, die Oranienburger Stadtwerke, immer mehr Mitarbeiter wollen die E-Autos fahren“.

Inzwischen unterschieden sich auch die Leasingraten nicht mehr so sehr von Autos mit traditionellem Antrieb und viele wollten am Innovationsschub teilhaben. Nicht zuletzt werde auch das Netz der Ladestationen immer dichter. Auch der Park & Ride-Platz an der Stralsunder Straße, den die Stadt in diesem Jahr noch erweitert, bekommt eine weitere E-Tankstelle. Das hatte der Bürgermeister zu Messeeröffnung angekündigt. „Der Platz ist ideal für Pendler, die eine feste Strecke morgens und abends aus den Umlandgemeinden zum Bahnhof haben.“ Über den Arbeitstag könnten die E-Autos dort an die „Dose“.

Insgesamt, so Tausch, sei die Fahrzeugmesse „von der Verrückten-Messe zur Familienmesse“ geworden. Der Dieselskandal und die zunehmende Unglaubwürdigkeit der Autohersteller täten das ihre dazu. Wer wolle schon ein Auto mit eingebautem Werteverlust?, so Tausch. Viele seien auf der Umsteiger-Spur und inzwischen gebe es auch gute E-Gebrauchte auf dem Markt.

Wettauto „Twizy“ rollt mit einer Ladung rund 80 Kilometer. Quelle: Heike Bergt

Wichtig sei auch, so Philipp Gall von der IHK und Wirtschaftsjunior, dass die Politik mit gutem Beispiel vorangeht, wie die Oberhavel Holding. Und auch die Flotte des Landkreises mit insgesamt 45 Autos bestehe inzwischen aus zehn Autos mit Elektroantrieb und 35 Hybrid-Fahrzeugen, so Landrat Ludger Weskamp. Und der Landkreis Oberhavel „wolle weiter in diese Entwicklung einsteigen“: Im nächsten Kreistag ginge es um ein „Mobilitätskonzept“ mit dem die Kreisverwaltung beauftragt werden soll. Er selbst drehte am Sonnabend eine Runde mit dem Tesla: Er sei ein Stück über die B 96 gedüst. Sein Fazit: „Toll ist die schnelle Beschleunigung. Ansonsten hat er viel von einer klassischen Automatik.“

Blickfang Tesla vorm Schloss. Quelle: Robert Roeske

Der Fokus lag am Sonnabend auf der Messe die Vierrädrigen. Adelheid Martin, Leiterin der Oranienburger ADFC-Ortsgruppe, wünscht sich, „dass künftig mehr Lastenfahrräder mit E-Antrieb gezeigt werden. Auch die könnten die Straße mit entlasten.“

Von Heike Bergt

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