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Oberhavel Stadt vergibt 15 000 Euro
Lokales Oberhavel Stadt vergibt 15 000 Euro
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02:22 26.04.2018
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Fürstenberg/Havel

Im aktuellen Haushalt der Stadt Fürstenberg/Havel sind 15 000 Euro für die Vereinsarbeit eingestellt. Davon sind 3750 Euro für Kinder- und Jugendarbeit reserviert. Für andere Projekte stehen insgesamt 11 250 Euro zur Verfügung.

Erstmals werden die Fördermittel nach der im vergangenen Jahr beschlossenen Richtlinie vergeben. Der Sozialausschuss befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit den Anträgen, die Stadtverordnetenversammlung fällt die Entscheidung.

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Neu bei der Vergabe ist das Limit: Innerhalb von vier Jahren gibt es maximal 3000 Euro von der Stadt. Einige Vereine haben schon im ersten Jahr höhere Summen beantragt, sie würden dann in den kommenden drei Jahren entsprechend weniger bekommen. Hauptamtsleiterin Carola Hoheisel kündigte an, sich mit den betreffenden Vereinen in Verbindung zu setzen, um die neue Vorgehensweise noch einmal zu erläutern.

Diskutiert wurde über den Antrag des Vereins zur Förderung von Kindern durch Kunst. Weil der Verein seinen Sitz in Berlin hat, wäre das beantragte Theater-Projekt in der Drei-Seen-Grundschule Fürstenberg nicht förderfähig.

Inhaltlich hatte niemand im Ausschuss an dem Vorhaben etwas auszusetzen. Im Gegenteil: Das Projekt wird befürwortet, nur wollte niemand die neue Richtlinie mit einer Ausnahme untergraben. Es gab verschiedene Vorschläge, wie der Verein trotzdem unterstützt werden kann. Einer davon war, dass der Schulförderverein als Projektträger das Geld bei der Stadt beantragt.

Bedenken gab es in Bezug auf die Anträge des Vereins Brückenschlag. Neben 1000 Euro für die Unterstützung des Kino- und Musikveranstaltungsprogramms in der Alten Reederei hat der Verein eine Anschubförderung in Höhe von 5000 Euro, unter anderem für Kino- und Bühnentechnik sowie für Künstlerhonorare, beantragt. Zweifel wurden wegen einer möglichen Vermischung von Gewerbe und Vereinstätigkeit geäußert. Die Mittel aus dem Kooperationsfonds des Mittelzentrums in Funktionsteilung – insgesamt stehen 5000 Euro zur Verfügung – hat auch der Verein Craftwerk beantragt, der Kunst- und Kulturveranstaltungen in Himmelpfort organisiert. Ein Kunstprojekt, Sommerkonzerte und Literaturveranstaltungen sowie eine Ausstellung sind für dieses Jahr geplant.

Der dritte Antragsteller ist der Kloster-Kräutergarten in Himmelpfort. Das Geld soll in die Finanzierung des Personals fließen. Der Verwaltung fehlt jedoch ein Konzept des Betreibers Ökosolar. Deshalb wird eine Förderung nicht empfohlen.

Beide Vereine, sowohl Brückenschlag als auch Craftwerk, werden als Bereicherung für die Region im Bereich Kunst und Kultur angesehen. Der Sozialausschuss sah sich jedoch außerstande, eine Empfehlung zu der Mittelvergabe aus dem Kooperationsfonds abzugeben. Darüber wird nun die Stadtverordnetenversammlung abstimmen müssen.

Anträge auf Vereinsförderung können immer bis zum Jahresende gestellt werden. Anfang Dezember 2017 waren die ehrenamtlich Aktiven daran erinnert worden. „Fast alle haben ihre Anträge pünktlich ausgefüllt und abgeliefert“, so Carola Hoheisel. Um den Aufwand für die Verwendungsnachweise zu senken, hat die Stadt Formulare eingeführt. „Das hat sich bewährt“, konnte die Hauptamtsleiterin berichten.

Von Martina Burghardt

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