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Oberhavel Staub in Germendorf legt sich bald
Lokales Oberhavel Staub in Germendorf legt sich bald
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07:52 11.07.2014
Rechts liegt das Grundstück der Zernikows.
Rechts liegt das Grundstück der Zernikows. Quelle: Enrico Kugler
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Germendorf

Über die unbefestigte Germendorfer Dorfstraße rollt der gesamte Verkehr unter anderem zum Kompostierplatz. Und der hat in der Saison montags bis sonnabends von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Jedes Auto, das am Eckgrundstück von Familie Zernikow vorbeifährt, zieht unweigerlich eine große Staubwolke hinter sich her.

Über ein wenig Regen freuen sich die Zernikows also durchaus. Schüttet es aber aus allen Wolken, wie es bei den jüngsten Sommergewittern der Fall war, dann heißt es auf dem Grundstück Land unter. „Ich habe schon eine Wasserrinne angelegt“, sagt Peter Zernikow, der vom Zustand des Wiesengrundes ziemlich genervt ist. Weil zur Ausbesserung immer nur Schotter auf die Fahrbahn geschüttet wurde, ist inzwischen ein richtiger Absatz zum Grundstücksniveau entstanden. „Das sind mindestens 30 oder 40 Zentimeter“, schätzt Peter Zernikow. Die Giebelseite seines Hauses sei ständig nass. Und wenn es nicht regnet, „dann können wir kein Fenster mehr aufmachen oder draußen sitzen“, so sehr staubt es im Wiesengrund.

Ortsvorsteher Olaf Bendin kennt das Problem. In der ersten Sitzung des Ortsbeirates nach der Kommunalwahl hatte er das Thema wieder aufgegriffen. Ein Ausbau der Straße käme nicht infrage. Es gibt nur einen Anlieger, der dann 90Prozent der Kosten tragen müsste. Für den Ausbau der 200-Meter-Strecke fielen 38000Euro an, wusste Bendin zu berichten. Zuviel für einen Anlieger. Stattdessen aber stellte Olaf Bendin einen Vor-Ort-Termin in Aussicht, der inzwischen stattgefunden hat und offenbar zu einer annehmbaren Lösung führte.

Im August wird der Weg aufgearbeitet. „Der Schotter kommt raus“, sagt Olaf Bendin. „Die Straße wird wieder tiefergelegt und richtig befestigt.“ Es wird ein Material eingebracht, was nicht mehr staubt. Für die Entwässerung werden links und rechts Mulden und wasserführende Rinnen angelegt. Olaf Bendin war sichtlich begeistert von dem Ortstermin. Es sei eine sehr konstruktive Zusammenarbeit gewesen, sehr problemlos. Bendins Lob geht auch an Oranienburgs Tiefbauamtsleiter. Stephan Bernard bestätigt: „In Abstimmung mit der Stadt wird im August im Wiesengrund etwas passieren.“ Um die entwässerungstechnischen Maßnahmen werde sich die Stadt kümmern. Die Kostenfrage für die Fahrbahn ist offenbar auch geklärt. Die Befestigung wollen „die partizipierenden Gewerbetreibenden“ übernehmen, so Bernard.

Olaf Bendin findet es toll, dass so schnell und unkompliziert eine Lösung gefunden wurde. Auch Peter Zernikow fände das alles in Ordnung, „wenn es dann wirklich so passiert.“ Der Germendorfer hält sich mit seiner Euphorie noch zurück. Außerdem fände er ein Schild mit der Begrenzung auf 10 km/h noch sehr nützlich.

Von Andreas Kathert

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