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Oberhavel Stehende Ovationen für Theatergruppe
Lokales Oberhavel Stehende Ovationen für Theatergruppe
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18:40 30.03.2017
Emelie Plentz (l.) als Cesario und Sophie Grage als Gräfin Olivia zeigten bei Shakespeares Verwirrspiel  der Liebe große Spielfreude.
Emelie Plentz (l.) als Cesario und Sophie Grage als Gräfin Olivia zeigten bei Shakespeares Verwirrspiel der Liebe große Spielfreude. Quelle: Ulrike Gawande
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Velten

Theresa Müller, Lehrerin für Darstellendes Spiel am Hedwig-Bollhagen-Gymnasium in Velten, stand bei der Auswahl des Stückes für den Kurs der zwölften Klassen vor dem Problem, darin 27 Schüler unterbringen zu müssen. Mit William Shakespeares Komödie„Was ihr wollt“ ist es ihr gelungen.

Viola (ausdrucksstark: Emelie Plentz) und Sebastian (Carina Odenwald) sind Zwillinge und verlieren sich bei einem Schiffsunglück. Um zu überleben, verkleidet sich Olivia als Cesario und tritt in die Dienste des mächtigen Herzogs Orsino (Daniel Zastrau) und verliebt sich in ihn. Der jedoch liebt Gräfin Olivia (Sophie Grage), die sich wiederum in Cesario verguckt. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, und die Irrungen und Wirrungen kein Ende. Doch letztlich siegt die Liebe.

Zwei mit stehenden Ovationen umjubelte Vorstellungen gaben die Jugendlichen in den vergangenen Tagen und beeindruckten mit großem, schauspielerischen Können. „Das war sehr professionell“, lobte Schulleiterin Claudia Heimen die Leistung der Schüler. Es sei eine Kunst ein Stück aus dem 16. Jahrhundert, mit viel Text, so unterhaltsam auf die Bühne zu bringen, erklärte die Pädagogin, die von der schauspielerischen Vielfalt mit Gesang, Tanz und Schauspiel sichtlich beeindruckt war. Und dazu stand den Schülern nur „ein Hauch von Nichts“ als Bühne zur Verfügung.

Doch die Schauspieler benötigten weder Bühnenbild noch Requisiten, um 90 Minuten lang ihr Publikum zu fesseln. Es vor allem immer wieder zum Lachen zu bringen. Die meisten Lacher ernteten Aaron Krüger als tragisch-komischer Diener Malvolio und der Narr. Gespielt vom Hennigsdorfer Theo Scharke, der mit viel Temperament und Kindergitarre, worteverdrehend und philosophierend über die Bühne sprang.

Von Ulrike Gawande

30.03.2017
30.03.2017