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Oberhavel Tanzen in Gummistiefeln
Lokales Oberhavel Tanzen in Gummistiefeln
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18:21 04.07.2017
Der teure Tanzteppich im Leegebrucher Tanzstudio ist völlig unbrauchbar. In Sturzbächen kam das Wasser durch die geschlossenen Fenster
Der teure Tanzteppich im Leegebrucher Tanzstudio ist völlig unbrauchbar. In Sturzbächen kam das Wasser durch die geschlossenen Fenster Quelle: Fotos: Gawande
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Leegebruch

Es ist dunkel in dem Keller des Eichenhofs. Der Strom sei abgeschaltet, verrät Tanzpädagogin Birgit Henninger-Rumpf, die ein Tanzstudio in den Kellerräumen des Eichenhofs hat. Bis knapp unter die Türgriffe habe das Wasser gestanden, verrät sie. Die Türen habe man aufgrund der Wassermassen, die durch die geschlossenen Fenster, durch die Wände und von unten durch den Boden in die Räume schossen, gar nicht öffnen können. „Es war ein Schock.“ Erst am Sonntag konnte sie das Tanzstudio der Ballett- und Tanzschule Dance Point Oberhavel wieder betreten. Nachdem die Feuerwehr mit mehreren Pumpen seit Donnerstag die Räume leer gepumpt hatte.

Doch auch gestern stand das Wasser noch immer fünf Zentimeter hoch in dem Studio, wo sonst 120 Leegebrucher Tanzschüler ihre Pirouetten drehen. Mithilfe einer Handytaschenlampe zeigte Henninger-Rumpf das ganze Ausmaß der Katastrophe. Einer Katastrophe, die auch ihre Existenz bedrohen kann. Denn in nächster Zeit wird in Leegebruch kein Tanzunterricht stattfinden können. Außer in Gummistiefeln. Der spezielle acht Zentimeter starke Harlequin-Tanzteppich mit Schwingeffekt, der doppelt so dick verlegt wurde, ist aufgequollen und völlig zerstört. Henninger-Rumpf hofft, dass die Versicherung den Schaden bezahlen wird.

Die Tanzpädagogin ist nun auf der Suche nach Ausweichmöglichkeiten, da ihr Studio in Bergfelde besonders für die kleinen Tanzschüler nur schwer zu erreichen ist. Doch Birgit Henninger-Rumpf lässt sich nicht unterkriegen. „Ich gebe nicht auf. Der Vermieter hat mir signalisiert, dass ich später wieder in die Räume einziehen kann.“ Doch Trocknung und Renovierung werden noch Monate dauern.

Auch die Kostüme, die im Studio lagern, wurden in Mitleidenschaft gezogen. Lediglich die Kostüme für die große Tanzgala mit 200 Tänzern unter dem Motto „Die Geschichte des Tanzes“ am 15./16. Juli im Berliner Ernst-Reuter-Saal, hatte Henninger-Rumpf schon vor dem Regen in Sicherheit gebracht. „Ich muss eine Eingebung gehabt haben.“

Von Ulrike Gawande

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