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Oberhavel Telefonbetrüger terrorisieren Hennigsdorf
Lokales Oberhavel Telefonbetrüger terrorisieren Hennigsdorf
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11:33 11.10.2018
Telefonbetrüger trieben am Mittwochabend in Hennigsdorf und Oranienburg ihr Unwesen. (Symbolbild) Quelle: Arno Burgi/DPA
Hennigsdorf/Oranienburg

Ein massiver Fall von versuchtem Telefonbetrug ereignete sich am Mittwochabend (10. Oktober) in Hennigsdorf. Insgesamt wurden bei der Polizei 20 Fälle in Hennigsdorf sowie zwei weitere Fälle in Oranienburg angezeigt, in denen ein unbekannter Anrufer vornehmlich ältere Bürger über Geldbeträge und Wertgegenstände in deren Wohnungen und Häusern ausgefragt hatte.

Einbruch in der Nachbarschaft – von wegen

Dabei gab sich der Anrufer, der mit unterdrückter Telefonnummer anrief, in allen Fällen als ein Mitarbeiter der Kriminalpolizei aus, der von einem Einbruch in der Nachbarschaft berichtete. Er teilte den Bürgern mit, dass sie das nächste Opfer der Einbruchserie wären und er in diesem Zusammenhang vorsorglich deren Wertgegenstände erfragen wolle.

In allen bei der Polizei gemeldeten Fällen ließen sich die Angerufenen auf den Betrugsversuch nicht ein und beendeten das Gespräch, um den Vorgang anschließend bei der Polizei anzuzeigen.

Polizei warnt und rät: Sensibiliseren Sie vor allem ältere Familienmitglieder

„Die Anzahl der angezeigten Vorfälle ist tatsächlich enorm hoch“, erklärt Polizeipressesprecherin Ariane Feierbach, die Kriminalpolizei habe bereits die Ermittlungen aufgenommen. Zugleich weist Ariane Feierbach darauf hin, dass die Polizei „derlei Sachverhalte niemals am Telefon abfragt“. Vielmehr werden Polizeibeamte persönlich vorstellig und sind „dann an Dienstwagen und Uniform zu erkennen sowie können sich jederzeit mit ihrem Dienstausweis ausweisen.“ Telefonbetrüger „nutzen die Gutgläubigkeit ihrer Opfer aus, sind rhetorisch gut geschult und verfügen über hohen Einfallsreichtum.“ Insbesondere ältere Mitbürger könnten dies mitunter nicht so schnell durchschauen. Die Polizeipressesprecherin weist erneut darauf hin: „Sollten Sie oder Ihre Angehörigen Empfänger eines betrügerischen Anrufes werden, geben Sie niemals am Telefon persönliche Daten an unbekannte Personen heraus. Sprechen Sie zudem mit ihren älteren Familienangehörigen und sensibilisieren Sie sie für die Thematik.“ Zugleich sollte immer die Polizei über solche Anrufe informiert werden, auch wenn es nicht zu einem Schadensfall kam.

Immer wieder Betrugsversuche am Telefon in Oberhavel

In den vergangenen Wochen und Monaten kam es im Landkreis immer wieder zu Betrugsversuchen mit der „Enkeltrickmasche“. Dabei gaben sich die in allen Fällen unbekannten Täter unter anderem als Mitarbeiter der Sparkasse,
Familienangehörige, Spendensammler oder eben Mitarbeiter der Kriminalpolizei aus.

So schützen Sie sich vor Enkeltrick-Betrug

- Am Telefon nicht ausfragen lassen! Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis.

- Nicht unter Druck setzen lassen! Vereinbaren Sie einen späteren Gesprächstermin. In der Zwischenzeit prüfen Sie die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei.

- Rufen Sie die Polizei an! Verwenden Sie dazu die öffentlich bekannte Telefonnummer – aber nicht die Nummer, die der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf dem Display angezeigt wurde.

- Notieren Sie die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers.

- Bevor Sie jemandem Geld geben: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie die Polizei.

– Übergeben Sie Geld nur an Personen, die Ihnen persönlich bekannt sind!

– Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Termin die Polizei unter Tel. 110!

– Sichern Sie Ihre Wohnung: Tür abschließen, Sperrriegelkette vorhängen, Türspion benutzen.

– Schließen Sie niemals Verträge an der Haustür ab!

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Von MAZonline

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