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Oberhavel 59-Jährige wird von Lastwagen erfasst und getötet
Lokales Oberhavel 59-Jährige wird von Lastwagen erfasst und getötet
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02:25 21.04.2018
Der Lkw kam mehrere hundert Meter hinter der Unfallstelle zum Stehen.
Der Lkw kam mehrere hundert Meter hinter der Unfallstelle zum Stehen. Quelle: Bert Wittke
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Oranienburg

Ein tragischer Fahrradunfall mit tödlichem Ausgang ereignete sich gegen Dienstagmittag gegen 11.30 Uhr in Oranienburg an der Kreuzung Saarlandstraße/André-Pican-Straße und Lehnitzstraße. Die genaue Unfallursache ist laut ersten Informationen der Polizei noch völlig unklar, in den Unfall involviert waren ein 31-jähriger polnischer Lkw-Fahrer und eine 59-jährige Radfahrerin. Die Frau wurde dabei so schwer verletzt, dass sie noch am Unfallort verstarb. Der Lkw-Fahrer wurde in Folge des Unfalls zunächst in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht.

Ähnlicher Unfall sorgte für Diskussionen um Verkehrssicherheit

Erst im Januar war in Brandenburg an der Havel ein junges Mädchen bei einem ähnlichen Unfall ums Leben gekommen. Die zehnjährige wurde von einem Lkw erfasst und starb wenig später an ihren Verletzungen. Der Unfall hatte Diskussionen um Sicherheit im Straßenverkehr ausgelöst.

Das Land Brandenburg will daher mehr Sicherheit für Radfahrer beim Abbiegen von Lastwagen durchsetzen. Dazu solle mit den Ländern Berlin und Bremen eine Bundesratsinitiative eingebracht werden, damit Lastwagen verpflichtend mit Abbiege-Assistenzsystemen ausgestattet werden müssten, sagte Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Potsdam. Allerdings hatte sich die neue Bundesregierung bereits in ihrem Koalitionsvertrag darauf geeinigt, dass solche Systeme zum Ausgleich des „toten Winkels“ für Lastwagen und Busse vorgeschrieben werden sollen.

Ein tragischer Unfall mit tödlichem Ausgang ereignete sich am späten Dienstagvormittag auf der Oranienburger Saarlandstraße. In den Unfall verwickelt waren eine 59-jährige Radfahrerin sowie ein 31-jähriger polnischer Lkw-Fahrer. Die Frau verstarb aufgrund ihrer schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle. Quelle: Bert Wittke

Noch ist unklar, ob Lkw-Fahrer fahrtüchtig war

Ein bei dem Lkw-Fahrer zuvor vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest erbrachte einen Promillewert von 0.0. Da laut Polizei jedoch Zweifel an seiner Fahrtüchtigkeit bestanden, wurde eine Blutprobenentnahme angeordnet.

Ein tragischer Unfall mit tödlichem Ausgang ereignete sich am späten Dienstagvormittag auf der Oranienburger Saarlandstraße. In den Unfall verwickelt waren eine 59-jährige Radfahrerin sowie ein 31-jähriger polnischer Lkw-Fahrer. Die Frau verstarb aufgrund ihrer schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle. Quelle: Bert Wittke

Verkehr rund um die Unfallstelle eingeschränkt

Der Unfallort wurde weiträumig abgesperrt, vor Ort kam aufgrund der Schwere des Unfalls auch ein Gutachter zum Einsatz. „Es handelt sich dabei um ein übliches Verfahren bei solch schweren Verkehrsunfällen“, erläuterte die Pressestelle der Polizei. Noch am Nachmittag (gegen 13:45 Uhr) stand der Unfall-Lkw an der Unfallstelle. „Erst wenn alle Spuren und die Situation vor Ort vermessen, fotografiert und gesichert ist, wird der Unfallwagen geborgen und der Bereich geräumt und wieder für den Verkehr freigegeben“, informiert die Polizei.

Die Sperrung der André-Pican-Straße sorgt aktuell am für umfangreiche Verkehrseinschränkungen. Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei sind vor Ort im Einsatz um die Verkehrssituation zu kontrollieren und zu regeln.

Tragischer Unfall in Oranienburg: Eine 59-jährige Radfahrerin ist dort von einem Lkw erfasst und getötet worden. Die Unfallstelle ist weiträumig abgesperrt worden. Die Polizei untersuchte den Unglücksort.

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Von MAZonline