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06:48 31.07.2014
Kann auch den Schlaf rauben: die Einschulung. Quelle: dpa-Archiv
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„Der Wechsel von der Kindertagesstätte in die Schule ist schwierig“, weiß Andreas Menzel aus dem Vorstand des brandenburgischen Landeselternrats.

Für Psychologen ist die Angst vor der Einschulung ebenfalls nichts Ungewöhnliches. Einige Kinder sorgen sich demnach wegen der neuen Aufgaben. Bei den meisten legt sich das nach Ansicht der Spezialisten nach einigen Tagen. Bleibt die Angst aber bestehen, sollten sich Eltern Gedanken über die Ursachen machen. Die Gründe können, müssen aber nicht unbedingt in der Schule liegen. Zuweilen kommen Kinder auch mit unerreichbaren Vorbildern älterer Geschwister nicht zurecht oder werden schlicht von Ansprüchen der Eltern überfordert. Überhöhte Erwartungen der Eltern sieht etwa der Schulpsychologe Albert Zimmermann als typische Ursache für Schulangst.

Nicht selten seien es aber die neuen Rahmenbedingungen, mit denen die Kinder erst einmal zurechtkommen müssten, sagt Menzel. Schon allein die Ruhe und das stille Sitzen seien nach den lebhafteren Kita-Tagen ungewohnt. Menzel plädiert insgesamt zudem für mehr Berührungspunkte zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen. So seien Ausflüge von Kita-Gruppen in die Schulen eine gute Vorbereitung für den neuen Ernst des Lebens. „Seitens der Schulen ist eine Willkommenskultur wichtig“, so Menzel. Viele Bildungseinrichtungen versuchen schon mit Schnuppertagen, den Anfängern einen ersten Eindruck zu vermitteln. Auf die Kinder zugeschnittene Feste zur Einschulung können häufig die Angst vor dem Ungewohnten lindern.

Den Eltern rät Menzel, „wertschätzende Neugier“ für die berichteten Erlebnisse zu zeigen und erste Erfolge mit den Kindern zu feiern. Wichtig ist nach Einschätzung von Psychologen die Vermittlung eines positiven Gefühls etwa durch Erzählen schöner Geschichten aus der eigenen Schulzeit.

Frühstück gehört in den Ranzen

Eines der wichtigsten Utensilien für den ersten Schultag ist die Schultasche. Die sollte, so rät das brandenburgische Bildungsministerium, unbedingt auf dem Rücken zu tragen – also ein Ranzen sein. Nicht viel mehr als zehn Prozent des Gewichts des neuen Schülers sollte der gefüllte Tornister demnach nicht auf die Waage bringen. Will heißen, wiegt das Kind 25 Kilogramm, darf die Tasche auf keinen Fall schwerer als drei Kilo sein.

Neben Mal- und Schreibutensilien gehört unbedingt eine Frühstücksbox, am besten mit Vollkorn- und Milchprodukten sowie viel Obst oder Gemüse, in den Ranzen. Denn konzentriertes Lernen strengt an.

Welche Hefte, Umschläge und weitere Unterrichtsmaterialien gebraucht werden, wird meist am ersten Schultag bekannt gegeben. Fürs Erste reicht ein nicht zu volles Federmäppchen oder ein Etui im Ranzen, das mit Blei- und Buntstiften, Radiergummi, Spitzer sowie einem Lineal gefüllt sein sollte.

Offenheit auch für die anderen neuen Schüler ist dagegen bei Besuchen der Eltern in der Schule gefragt. „Viele Mütter und Väter haben da zu sehr den eigenen Nachwuchs im Blick, ohne auf das Gruppenverständnis der ganzen Klasse zu achten“, sagt Menzel.

Ist Schulangst einmal da, gilt es laut Schulpsychologen den Kindern zu vermitteln, dass sie mit ihren Fähigkeiten gern aufgenommen werden und die Schulen ja gerade dazu da seien, etwas zu vermitteln, was man noch nicht kann.

Von Gerald Dietz

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