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Oberhavel Unter Wasser spielt die Musik
Lokales Oberhavel Unter Wasser spielt die Musik
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19:03 30.08.2013
Beim Tauchgang im Dienste des Naturschutz wird systematisch nach bestimmten Pflanzenarten gesucht.
Menz

Im Rahmen des Nabu-Projektes soll deshalb ein Netzwerk "Tauchsport und Seenschutz Mecklenburgische Seenplatte" entstehen. Geplant ist zudem die Veröffentlichung eines Buches als Handlungsanleitung zum naturkundlichen Tauchen. Es soll als Grundlage dienen, damit auch in anderen Regionen Deutschlands ähnliche Initiativen von Naturschützern und Tauchsportlern entstehen können. Für die Taucher hat das Projekt im Naturpark Stechlin auch einen entscheidenden Vorteil: sie dürfen in Klarwasserseen tauchen, was normalerweise strengstens verboten ist.

INTERVIEW

Eine Begegnungsstätte von Tauchsport und Naturschutz
Silke Oldorff ist Mitglied im Nabu-Regionalverband Gransee und begeisterte Taucherin. Mit ihr sprach Cindy Lüderitz.
MAZ: Wie ist die Idee entstanden, Sporttaucher zu Helfern des Naturschutzes zu machen und wie hat sich das Verhältnis zwischen beiden Gruppen verändert?
Silke Oldorff: 2006 nahm der Tauchclub Nehmitzsee mit der Verwaltung des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land und dem Nabu Kontakt auf und bot seine Mithilfe beim Schutz der gefährdeten Klarwasserseen im Norden Brandenburgs an. Die Idee, dass Sporttaucher nach botanischer Schulung bereit und in der Lage sind, den Erhaltungszustand von Klarwasserseen anhand ihrer Unterwasservegetation kartieren zu können, eröffnete beiden Seiten neue Möglichkeiten.

Wie groß ist die Gruppe der Sporttaucher im Naturpark?
Oldorff: 15 Sporttaucher und vier Naturschützer, wobei die Sporttaucher mittlerweile die Wasserpflanzen und die Naturschützer das Tauchen beherrschen.
Wie viele Tauchgänge gibt es jedes Jahr?
Oldorff: Zwischen 40 und 50.
Welche Seen im Naturpark werden regelmäßig betaucht und welche Erkenntnisse lassen sich nach den bisherigen Untersuchungen zusammenfassen?
Oldorff: Vorrangig werden im Naturpark die Klarwasserseen, wie der Stechlinsee und der Roofensee betaucht.
Welche Voraussagen zum Zustand der Seen lassen sich auf Grundlage dieser Arbeit ableiten?
Oldorff: Von den 24 Seen, die im Naturpark in den letzten fünf Jahren untersucht wurden, konnte nur der Wummsee als hervorragend (A) eingestuft werden. Neun Seen hatten einen guten Erhaltungszustand (B). Hier sind der Mittlere und Untere Giesenschlag, Großer Glietzen-Ostbecken, Nehmitzsee mit Nord- und Südbecken, Großer Stechlinsee, 14 der 24 untersuchten Seen konnte in der Gesamtbewertung nur mit mittel bis schlecht eingestuft werden.
Ist das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld von fast 100 000 Euro schon verplant, und wenn ja wofür?
Oldorff: Neben Personalmitteln für das Projektmanagement für die Jahre 2014 bis 15 sollen Materialien wie ein Schulungsprogramm, eine Webseite und ein Buch erstellt und auch kleinere Investitionen in die Tauchbasis am Stechlinsee erfolgen, um sie zu einer Begegnungsstätte von Tauchsport und Naturschutz aufzuwerten.

Von Cindy Lüderitz

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