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Velten Bowlingbahn über dem Vollsortimenter-Markt
Lokales Oberhavel Velten Bowlingbahn über dem Vollsortimenter-Markt
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17:24 26.04.2019
Der MAZ-Stammtisch fand zum zweiten Mal im Sportcasino statt. Quelle: Enrco Kugler
Velten

Um das Streitthema schlechthin der vergangenen Jahre ist es still geworden in der Ofenstadt: Den Vollsortimenter, der Kunden ins oft so leere Zentrum locken soll. Im vergangenen Jahr machten die Stadtverordneten den Weg frei, ein entsprechender B-Plan wurde im Sommer 2018 verabschiedet. Der Bebauungsplan sei nun in Arbeit, erklärte Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner am Donnerstagend beim MAZ-Stammtisch im Sportcasino. „Wir wollen dabei auch Fragen beantworten, wie der Verkehr gelöst werde, Parkplätze, oder was in die oberen Etagen kommt“, so Hübner. Das könnten, wie bislang geplant, Wohnungen sein – bis zu 20 wären etwa realisierbar.

Denkbar, sagt Veltens Bürgermeisterin, wäre allerdings auch eine Freizeitnutzung. „Ein Gedanke wäre ja auch, dass die Bowlingbahn dort oben einziehen könnte. Sie wird von den Bürgern ja wahnsinnig gut angenommen.“ Hintergrund ist, dass „Texas-Bowling“ höchstwahrscheinlich bis Ende des Jahres aus dem Standort in der Rosa-Luxemburg-Straße ausziehen muss. In diesem Jahr solle der B-Plan für den Vollsortimenter vorangetrieben und dann den neu gewählten Stadtverordneten vorgestellt werden. Die Supermarktfläche wird in dem Neubau nach aktuellem Planungsstand etwa 18 000 Quadratmeter betragen. Um das Jahr 2023 herum könnte das Projekt – vorsichtig geschätzt – fertig sein.

Die S-Bahn soll bis 2023 kommen

Das Jahr 2023 ist auch die Zielmarke, was den S-Bahn-Anschluss für die Ofenstadt angeht. Anfang März hatte Ines Hübner gemeinsam mit Oberhavels Landrat Ludger Weskamp öffentlich diese Jahreszahl genannt, spätestens bis dahin solle die S-Bahn nach Velten fahren. Die Planer sollen nun nicht die gesamte Strecke und damit jedes Hindernis von Hennigsdorf bis Teltow betrachten, sondern untersuchen, wie die Bahn die fünf Kilometer zwischen Velten und Hennigsdorf rasch umsetzen kann. Vorgesehen wäre ein Mischbetrieb, S-Bahnen und andere Züge würden auf demselben Gleis fahren.

Eine Antwort von Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider auf ihre Forderung hat Ines Hübner noch nicht erhalten. „Jetzt muss die Ministerin mit ihren Technikern prüfen, ob das umsetzbar ist. Sie muss aber damit umgehen können, wir sind schon fast 30 Jahre an dem Thema dran.“ Und könnte sich etwas an dem Ja des Landes zur S-Bahn ändern, wenn es eine neue Landesregierung gibt? „Ich kann mir nicht vorstellen, dass man davon abweicht. Wir haben einen enormen Investitionsbedarf bei der Infrastruktur, das muss jetzt einfach passieren“, erklärte der SPD-Stadtverordnete Andreas Noack.

Sperrung der Havelbrücke wäre Desaster für Velten

Auch zur drohenden, mindestens neunmonatigen Vollsperrung der Havelbrücke in Hennigsdorf, äußerte sich die Bürgermeisterin. „Es würde alles über Hohenschöpping laufen, und Velten ist eine der ersten Optionen für Schleichwege.“ Sie fordert eine Ersatzbrücke für die Bauzeit. Was das Hafenfest angeht, so sei die Zukunft unklar. Der Grund ist, dass Spundwände auf der Fläche gelagert und aufgearbeitet würden. „Schon jetzt wird die Fläche enger. Daher müssen wir schauen, ob das in den kommenden Jahren für das Fest reicht“, so Hübner. Die AG Hafenfest sei bereits auf der Suche nach Alternativen. Unter anderem komme der Marktplatz, der umgebaut werden soll, in Frage. Allerdings dürfte dann nicht mehr bis nachts um 3 Uhr gefeiert werden.

Von Marco Paetzel

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