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Velten Ein Schritt in Richtung Supermarkt
Lokales Oberhavel Velten Ein Schritt in Richtung Supermarkt
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00:19 02.06.2018
Wo ursprünglich der Supermarkt gebaut werden sollte, steht heute ein Parkplatz. Nun soll der Supermarkt südlich direkt nebenan gebaut werden. Quelle: INGO PAHL
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Velten

Es hat gestern nicht viel gefehlt. Fast hätte Pro Veltens Chef Marcel Siegert am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss den Plänen der Verwaltung zur Entwicklung eines Bebauungsplans mit dem Vollsortimenter als Herzstück zugestimmt. Ein Projekt, das Pro Velten seit seiner Gründung vehement bekämpft hat. „Ich stimme dem ja nicht zu, weil ich für einen Vollsortimenter plädiere, sondern weil es richtig ist, dass die Fläche entwickelt wird und dass detaillierte Untersuchungen erfolgen müssen, um diese strittige Frage der Innenstadtgestaltung endlich zu einem Ende zu führen“, erklärte er. Der Vorsitzende Andreas Noack (SPD) war verdutzt: „Sie würden einem Planverfahren zustimmen, an dessen Ende großflächiger Einzelhandel möglich gemacht wird“, so der Vorsitzende. Am Ende schwenkte Siegert doch um, enthielt sich der Stimme. Doch die Mehrheit im Stadtentwicklungsausschuss gab dem Ansinnen der Verwaltung grünes Licht, die Planungen für den Vollsortimenter voranzutreiben. „Wir wollen Wohnungsbau und die Ansiedlung eines Lebensmittelvollsortimenters erreichen“, erklärte Bürgermeisterin Ines Hübner dazu.

Ursprünglich sollte Investor Feulner einen Markt mit 2500 Quadratmeter Fläche bauen, doch sprang ab. Seitdem sei die Situation in der Viktoriastraße schlechter geworden, es gebe keine Boutique, keine Buchhandlung mehr, so Hübner. Nun soll ein Vollsortimenter samt Wohnbebauung entwickelt werden, um die Innenstadt zu beleben. Welche Produktpalette der Markt haben werde, darauf könne die Verwaltung indirekt Einfluss nehmen, weil sie das Grundstück an passende Interessenten verkaufen kann. Mögliche Betreiber für den Markt gebe es auch. Edeka und Rewe sollen gerüchteweise dazugehören. Das nächste große Ziel ist die Aufstellung eines Bebauungsplans, dessen Kosten – sie bewegen sich irgendwo um die 100 000 Euro – zu zwei Dritteln gefördert werden. Doch bis der B-Plan fertig ist, gehen nun mindestens wieder eineinhalb Jahre ins Land.

Von Marco Paetzel