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Velten Naturschutz statt Mode nach dem Abitur 2017
Lokales Oberhavel Velten Naturschutz statt Mode nach dem Abitur 2017
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07:32 18.06.2018
Marc Meißner aus Kremmen studiert in Eberswalde.
Marc Meißner aus Kremmen studiert in Eberswalde. Quelle: privat
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Kremmen

Ursprünglich wollte Marc Meißner aus Kremmen nach seinem Abitur 2017 am Veltener Hedwig-Bollhagen-Gymnasium Modedesign studieren. Dann überlegte er, sich in Richtung Pädagogik zu orientieren. Doch gelandet ist der 19-Jährige an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde, wo er seit dem vergangenen Herbst Landschaftnutzung und Naturschutz studiert.

Feuer gefangen beim Tag der offenen Tür

„Die anderen Berufsideen waren nicht das non-plus-ultra“, gibt der Karnevalsfan zu. Da kam von der Mama der Tipp für einen Tag der offenen Tür an der Hochschule in Eberswalde. Marc Meißner ging sich die Schule angucken und war begeistert. „Ich bin in Kremmen am Rhinluch ja auch naturnah aufgewachsen.“ Außerdem legte er in Biologie und Geografie seine Abiturprüfungen ab. Fächer, die auch jetzt seine Studienschwerpunkte sind. „Ich habe mich beworben und wurde genommen.“ Noch pendelt er von seiner Heimatstadt zu den Vorlesungen in den Barnim, doch schon bald will er sich dort eine eigene Bude suchen.

Vielfältige Studieninhalte und Arbeitsmöglichkeiten

Das Studium und auch die späteren Arbeitsmöglichkeiten in Behörden, Planungsbüros oder aktiv im Naturschutz seien überaus vielfältig, so der Kremmener. „Ich bin begeistert.“ So stehen sowohl die biologischen Grundlagen der Flora und Fauna auf dem Lehrplan, als auch juristische Themen. „Und planerische Grundlagen, da kann ich meine Kreativität von damals ausleben, auch wenn man durch Vorschriften stark begrenzt wird.“ Nur die sieben Klausuren im ersten Semester seien anstrengend gewesen. Jetzt im zweiten Semester, wo von 70 Studenten noch 50 übrig geblieben sind, gehe es viel raus in die Natur. „Wir nehmen Boden- und Gewässerproben oder machen Kartierungen. Und das, was man in der Vorlesung gelernt hat, wird jetzt in der Praxis angewendet.“

Eine familiäre Hochschule

An die Schule in Velten erinnert sich Marc Meißner gern zurück. Besonders an den Biologie-Leistungskurs. Aber auch viele Inhalte aus dem Geografie-, Physik- und Chemieunterricht könne er heute gebrauchen, gibt der 19-Jährige zu. Aber die Eberswalder Hochschule sei keine typische Uni, sondern mit nur 2000 Studenten sehr familiär. Wie schon das Veltener Gymnasium.

Von Ulrike Gawande