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Velten MAZ-Radtour 2019, Tag 2: Keramik, Flugshow, Gartenidylle
Lokales Oberhavel Velten MAZ-Radtour 2019, Tag 2: Keramik, Flugshow, Gartenidylle
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00:25 25.05.2019
Manfred Hagen (64) genießt die Idylle beim „Kleingartenverein 90 Velten e. V.“ mit seiner Frau und den beiden Hundedamen Malou und Una. Quelle:  Helge Treichel
Velten/Oberkrämer

Überraschung beim Start auf dem Veltener Marktplatz: Stadtsprecherin Ivonne Pelz erwartet die vier Tour-Teilnehmer mit kleinen Werbegeschenken, Gumminaschi und netten Worten. Zwei Einwohner wollen an der Tour teilnehmen, unter ihnen Marlies Friedrich, die bereits an der „Tour de Prignitz 2019“ teilnahm. Sie stammt aus Velten, lebte aber 20 Jahre woanders. Nach ihrer Rückkehr vor gut einem Jahr war sie von ihrer alten Heimat überrascht. Und sie stellt fest: „In Velten leben sehr viele nette Menschen.“

Nett findet es auch Manfred Hagen in Velten. Der Hennigsdorfer Pensionär hat seit zehn Jahren eine 470 Quadratmeter große Gartenparzelle beim Kleingartenverein 90. Er genießt täglich die frische Luft und den Anbau von Gurken und Tomaten.

Heiderose Werner gibt einen kleinen Einblick in das Lager der HB-Werkstätten, die gerade ihr 85-jähriges Bestehen feierten. Quelle: Helge Treichel

Ein Stopp in den HB-Werkstätten für Keramik ist ein Muss. Heiderose Werner empfängt uns im Lager und präsentiert die sehr geschmackvoll gestalteten Verkaufsräume. Hier werden viele der mehr als 700 Dekors von Hedwig Bollhagen präsentiert. Im Angebot sind derzeit aber auch in Marwitz hergestellte Stücke von Theodor Bogler. Der Werksverkauf ist montags bis sonnabends von 10 bis 18 Uhr. Der nächste „Tag der offenen Tür“ ist am 8. Juni von 10 bis 18 Uhr. Es gibt Werksführungen und Gäste können eigene Dekors entwerfen.

„Unsere Fußballmannschaften sind in fast allen Altersgruppen sehr erfolgreich. Auch die Anlage ist gepflegt“, sagt Rolf Hohmann (68). Nur wenige wissen, dass er nicht in Bötzow, sondern in Hennigsdorf wohnt. Quelle: Helge Treichel

Vorbereitungen für eine ganze Reihe von Fußballspielen am kommenden Wochenende trifft Rolf Hohmann am Vereinsheim von Eintracht Bötzow. Der 68-Jährige arbeitet im Vorstand mit und kümmert sich um technische Belange. Unter anderem leitet er den Mitarbeiter der Hennigsdorfer PuR gGmbH an, der sich gerade um die Grünpflege kümmert. Zu den Spielen der verschiedenen Altersgruppen kommt am Sonntag noch ein weiterer Höhepunkt. „Wir sind Wahllokal“, sagt Hohmann.

Rainer Thormehlen. Oliver Rieck und André Straßburg (v. l.) am Dienstagvormittag auf dem Modellflugplatz zwischen Marwitz und Eichstädt. Quelle: Helge Treichel

Eine schöne Überraschung direkt neben dem Rad- und Wanderpfad Eichstädt – Marwitz: Drei der insgesamt 60 Mitglieder der Flying Group Gatow (FGG) lassen ihre Modelle mit 1,8 Metern Spannweite in den Himmel schießen und akrobatische Kunststücke vollführen. Aufregend und toll anzusehen. Mit Vögeln sei man sich noch nie ins Gehege gekommen, versichert Modellflieger André Straßburg aus Berlin.

An einer deutsch-polnischen Schülerbegegnung nehmen in dieser Woche die Grundschulen in Bötzow und Vehlefanz teil. 18 Fünftklässler wurden begrüßt. Quelle: Helge Treichel

An der Bockwindmühle in Vehlefanz fahren mehrere Kleinbusse vor. 18 Fünftklässler aus Kotun, Zeliszew und Bojmie sind bei ihren Altersgenossen aus Bötzow und Vehlefanz zu Gast – mit drei Lehrkräften. Nach einem gemeinsamen Musikunterricht besichtigen sie die Mühle und picknicken auf dem Gelände. Die Führung übernimmt Müllerin und Regionalmanagerin Kerstin Rosen (50). Nach der Mühle stehen die Milchtankstelle samt Kuhstall auf dem Programm. Am Mittwoch soll es ein Berlin-Ausflug geben und am Donnerstag ist ein Sportfest und der Besuch der Turm-Erlebniscity in Oranienburg geplant. Im nächsten Jahr sei der Gegenbesuch in der polnischen Partnerkommune angedacht, sagt Lehrerin Agnieszka Skolimowska. Dann allerdings seien auch Kinder aus der Ukraine dabei.

Zur Milchtankstelle samt Eisverkauf schaffen wir es leider nicht. Es folgt ein Schlussspurt nach Klein-Ziethen, auf malerischen Baumalleen und wogenden Feldern vorbei.

Testbericht: Die Baustellen sind am gefährlichsten

Auch am zweiten Tag zeigt sich: Radfahrer müssen bei Touren durch unsere Städte und Gemeinden flexibel und hochkonzentriert sein. Die Strecken gleichen an vielen Stellen einem Parcours. Ständig wechseln Fahrbahnbeläge und Regelungen. Radler werden zwischen Straße und gemeinsamem Rad-Gehweg quasi hin- und hergescheucht. Eine komfortable, kontinuierliche und logische Radwegführung ist die Ausnahme.

Die schlimmste Gefahrenstelle auf der zweiten MAZ-Route ist aktuell die Brückenbaustelle in Vehlefanz. Auf der vorhandenen Brücke über die A 10 ist kein Platz für Radfahrer und Fußgänger. Wo aber sollen sie hin? Uns begegnete am Fahrbahnrand sogar ein Mann zu Fuß. Zum Glück ist in Planung, dass die im Bau befindliche neue Brücke auch einen Geh-/Radweg erhält. Und die Gemeinde sorgt für den Wege-Lückenschluss.

Beengte Situation an der Brückenbaustelle der A 10 an der Eichstädter Chaussee. Quelle: Reinhard Bischoff

Wirklich bescheiden auf dieser Strecke zwischen Velten, Marwitz und Bötzow ist auch der an der Chausseestraße plötzlich endende Weg. Radfahrer müssen auf die Fahrbahn wechseln, was wiederum insbesondere für Schulkinder, die am Kreisverkehr auf den Bus umsteigen wollen, ein Risiko ist.

An anderen Stellen gibt es einen gemeinsamen Geh- und Radweg, wie zum Beispiel entlang der Landstraße L 20. Jedoch ist dieser Weg in einem eher mäßigen Zustand.

Aufgefallen ist uns auch die Umweltverschmutzung durch achtlos weggeworfene Plastikteile. Am Wegesrand in Eichstädt wurden sie besonders sichtbar, weil gerade das Gras am Straßenrand gemäht wurde.

Und auch das ist bemerkenswert: Überalle begegneten uns noch die veralteten Fahrradabstellmöglichkeiten, auch Felgenkiller genannt. Groß Bügel, die an ein Geländer erinnern, sind deutlich besser geeignet – übrigens auch zum Sichern der Räder – und haben sich an vielen Stellen bereits durchgesetzt. Beispiele bieten die Flächen an Bahnhöfen und vielen Schulen.

Illustre Mädels-Grupppe aus Berlin-Reinickendorf auf Wanderschaft am Mühlensee. Quelle: Helge Treichel

Die schönsten Streckenabschnitte waren am Dienstag ganz klar der „Rad- und Wanderpfad Eichstädt – Marwitz“ sowie der Weg am Mühlensee, teilweise sogar mit Steg. Die Abschnitte waren nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern ließen sich auch sehr gut befahren.

Ankunft in Klein-Ziethen. Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

Rund 75 Quadratmeter misst der neue Veltener Seniorentreff in der Poststraße 17, der am Dienstag feierlich eröffnet wurde. Die Stadtverwaltung wird ihn mit der Unternehmensgruppe Michael Bethke und dem Veltener Seniorenbeirat betreiben.

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Während des Hafenfestes in Velten am vergangenen Wochenende hatten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes alle Hände voll zu tun: Sie verteilten 245 Strafzettel. Die meisten Falschparker stellten ihre Autos auf dem Straßengrün der Berliner Straße ab.

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Begegnungen am Straßen- und Baustellenrand: Eine Erkundungstour mit dem Fahrrad von Oranienburg über Germendorf und Leegebruch nach Velten.

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