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Velten Weg von zuhause nach dem Abitur 2017
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00:19 24.06.2018
Michelle Kraul aus Velten studiert an der Hochschule Hamm-Lippstadt.
Michelle Kraul aus Velten studiert an der Hochschule Hamm-Lippstadt. Quelle: privat
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Velten

Das Fach Informatik habe ihr schon in der Schule viel Spaß gemacht, verrät Michelle Kraul aus Velten. Trotzdem habe sie in der Phase der Abiturprüfungen, die sie im Sommer 2017 am Hedwig-Bollhagen-Gymnasium in Velten abgelegt hat, noch nicht gewusst, was sie einmal werden will oder was sie studieren möchte.

Entscheidung für einen angewandten Informatikstudiengang

„Der Gedanke Informatik zu studieren, kam mir erst in der Anmeldephase für die Studiengänge“, erinnert sich die 19-Jährige, daher musste auch recht kurzfristig ein Umzug an ihren Studienort organisiert werden. Denn sie entschied sich für das Fach Soziale Medien und Kommunikationsinformatik (SMK) an der Hochschule Hamm-Lippstadt. „Es war mir sehr wichtig, dass das Studium nicht zu trocken ist. SMK ist ein angewandter Informatikstudiengang mit viel Praxis.

Zu jeder Vorlesung gibt es Übungen

Zu jeder Vorlesung gibt es Übungen, in denen ich das Gelernt noch einmal vertiefen kann“, berichtet Michelle Kraul, die mit der Wahl ihres Studienfaches überaus zufrieden ist. „Ich lerne viele interessante Teilgebiete der Informatik kennen, wie Programmierung oder Web- und Netzwerk-Technologien.“

Alternative: ein künstlerischer Beruf

Dabei hätte die Veltenerin beinahe eine künstlerische Berufsrichtung eingeschlagen. „Ich hatte mal überlegt, eine Ausbildung zur Mediengestalterin zu machen oder Kommunikationsdesign zu studieren. Aber die Kreativität bleibt nun doch lieber ein Hobby.“ Wo genau es beruflich hingehen soll, weiß Michelle Kraul aber noch nicht. „Ich war erst einmal froh, einen passenden Studiengang gefunden zu haben und denke die Informatik bietet in der Zukunft ein breites Spektrum an Berufschancen.“

Mehr lernen, wenn man auf sich gestellt ist

Aber warum gerade die Hochschule Hamm-Lippstadt? „Einerseits hat der Studienname mein Interesse geweckt, da mir die Kombination aus Informatik und Medien sehr gut gefällt, andererseits wollte ich unbedingt von zu Hause weg.“ Die 19-Jährige ist überzeugt, dass man mehr fürs Leben lernt, wenn man auf sich alleine gestellt und weit weg von zuhause ist. Doch sei Nordrhein-Westfalen kein ganz unbekanntes Bundesland für sie, weil die Familie ihrer Mutter von dort komme. „Anfangs war es natürlich schwer, ganz allein in eine so fremde Umgebung zu ziehen und neue Freunde zu finden. Mittlerweile habe ich mich aber gut eingelebt und kaum noch Heimweh. Und die Freude ist umso größer, wenn ich meine Familie und Freunde in den Semesterferien wiedersehe.“

Von Ulrike Gawande