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Velten Maskiert eine Tankstelle überfallen
Lokales Oberhavel Velten Maskiert eine Tankstelle überfallen
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17:22 03.07.2019
Mit Masken überfielen die Jugendlichen eine Tankstelle. Der Veltener war der Fahrer der Bande (Symbolfoto). Quelle: dpa
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Oranienburg

Am späten Abend des 20. Januar 2018 wurde eine Potsdamer Polizeistreife auf Jugendliche aufmerksam, die alkoholisiert mit Böllern in einer Parkanlage randalierten. Als sie den Pkw des Trios untersuchten, fanden die Beamten eine Brechstange, Schlagstöcke, Messer, einen Elektroschocker, Taschen mit Schnaps, Zigaretten und Münzgeld.

Auf Befragung gaben die drei schließlich zu, vorher eine Aral-Tankstelle in Berlin-Rudow überfallen zu haben. Hubert G. (17) und Robert S. (16) waren maskiert dort eingedrungen und hatten mit vorgehaltenem Elektroschocker von der allein im Laden befindlichen Angestellten die Tageskasse mit 747 Euro, Zigaretten und Schnaps erpresst. Beide wurden dafür schon vom Amtsgericht Tiergarten verurteilt. Mit der Beute flohen die Räuber zum nahe stehenden Pkw, der vom wartenden Sven F. gesteuert wurde.

Fahrer will nichts gewusst haben

Der jetzt 21-jährige Veltener saß deshalb am Mittwoch auf der Anklagebank des Oranienburger Jugendschöffengerichtes. Er habe die beiden jugendlichen Berliner zufällig kennengelernt und sie wegen diverser Kellereinbrüche, Raubüberfälle mit denen sie prahlten, ein bisschen bewundert, ließ sich der gelernte Elektriker ein, der in seinem Ausbildungsbetrieb fest eingestellt ist. Von dem Überfall auf die Tankstelle wollte er aber nichts gewusst haben. Erst als die beiden mit ihren vollen Taschen angerannt kamen und ihre Masken herunterrissen, sei ihm das bewusst geworden.

„Dass Sie nie mit einer Schreckschusspistole in der Hand eine Tankstelle überfallen würden, glaube ich ihnen, aber dass Sie von der Sache nichts wussten, glaube ich ihnen nicht“, warf die Vorsitzende dem Angeklagten vor. Bestätigt wurde sie dabei von der Zeugenaussage des Komplizen Robert S.. „Die Tat war einige Tage vorher von uns geplant und Sven war eingeweiht“, sagte er belastend.

Sechs Monate Jugendstrafe

Die Staatsanwältin beantragte wegen Mittäterschaft sechs Monate Jugendstrafe für den zur Tatzeit Heranwachsenden. Aufgrund seines gefestigten sozialen Umfeldes kann Bewährung gegeben werden. Sven F. ist bisher nicht vorbestraft.

Dem schlossen sich die Richter mit ihrem Urteil an. Die Bewährungszeit beträgt zwei Jahre und als Auflage muss der Verurteilte 500 Euro zahlen, hieß es darin. Das Urteil ist sofort rechtskräftig.

Von Helmut Schneider

Am 26. Oktober stimmen Veltener über Projekte aus dem Bürgerhaushalt ab. 144 Vorschläge wurde dazu eingereicht.

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