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Velten Schaumolkerei am Start
Lokales Oberhavel Velten Schaumolkerei am Start
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01:15 31.03.2019
Fleißig wird hier beim Veltener Hirtenkäse die Molke abgeschöpft. Quelle: Enrico Kugler
Velten

Die Milchstraße fließt doch durch Velten: Hier in der Parkstraße 1 wird am 7. Mai die Schaumolkerei „Luisenhof Milchmanufaktur“ offiziell eröffnet. Käse, Frischmilch und Butter werden dort aber schon jetzt probeweise produziert. „Ab Anfang Mai kommen noch Joghurt und Frischkäse dazu“, sagte Molkerei-Chefin Kirsten Böhmann (49) im Rahmen der Führung am Donnerstag. Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) wollte sich ein Bild vom Baufortschritt der Molkerei machen. „Die Molkerei ist eine echte Bereicherung für Velten. Besonders, dass es im Hofladen der Molkerei neben Milch-Produkten auch andere Produkte aus der Region geben wird.“

Am 8. Mai soll der Hofladen eröffnet werden

Einen Tag später, also am 8. Mai, soll der Hofladen öffnen. „Neben Käse, Milch und Butter bieten wir auch Wurst und Fleisch von der Fleischmanufaktur Havelland an“, sagt Kirsten Böhmann. Auch regionale Lebensmittel wie Eier und Brot sollen aus der Region kommen – genau wie die Milchprodukte soll alles Bio sein.

Bürgermeisterin Ines Hübner (r.) und Bauamtsleiter Berthold Zenner lassen sich von Molkerei-Chefin Kirsten Böhmann und Architekt Robert Witschurke (l.) die Molkerei zeigen. Quelle: Enrico Kugler

Kirsten Böhmann erklärt, wie die Produktion der Schaumolkerei überhaupt funktioniert: „Ist die Rohmilch von den Bio-Bauern aus Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg Vorpommern bei uns angekommen, wird sie über die Zentrifuge gefahren und in Sahne und Magermilch getrennt. Um das Produkt etwa zehn Tage haltbar zu machen, erhitzen wir es auf 74Grad. Die Sahne mit einem Fettanteil von 30 Prozent wird so lange geschlagen, bis sie verklumpt. Daraus wird dann die Butter gemacht. Als Nebenprodukt entsteht Buttermilch.“

Geliefert werden die Produkte an den Berliner Biogroßhandel. Doch auch Velten profitiert: Barbara Wachowiak (60) vom Veltener „Barbs’ Bio Bistro“ in der Viktoriastraße 1: „Wir freuen uns, dass auch wir Produkte aus der neuen Schaumolkerei erhalten können.“

Hinter einer Glasscheibe ist der Produktionsablauf verfolgbar

Das Tolle: Wie der Name schon sagt, ist die Schaumolkerei für Besucher einsehbar. „Von der Galerie aus im 120 m² großen Besucherbereich kann man durch eine gläserne Wand die Produktion verfolgen“, sagt Architekt Robert Witschurke (50). Mit einem Kollegen hat er das 30 Meter breite, 90 Meter lange und zehn Meter hohe Gebäude im Metall-Mantel entworfen, das einen separaten Besucher- und Mitarbeiter-Eingang hat. Durch die gläserne Wand im Besucherbereich können Interessierte auf die Käsekessel und Käsepresse schauen, wo die Molke abgepresst wird und die Käselaiber entstehen. Auch das Abfüllen der Joghurtbecher steht unter Besucher-Beobachtung. „Bei der Planung der Molkerei war mir wichtig, dass die Besucher einen tiefen Einblick in die Produktion bekommen“, sagt der Architekt, der unter anderem auch die Schau-Molkerei in Münchehofe entworfen hat. „Es ist für mich immer wieder grandios zu sehen, wie Geplantes umgesetzt wurde und funktioniert“, sagt der Planer. Pro Tag werden ab Mai in der Molkerei 100 000 Liter Milch verarbeitet.

Milch, Sahne, Frischwasser und Reinigungsmittel – das wird in den Tanks gelagert. Pro Tag werden ab Mai in der Molkerei 100 000 Liter Milch verarbeitet. Quelle: Enrico Kugler

Aktuell arbeiten in der 14 Millionen Euro teuren Molkerei (ein Viertel des Geldes kam vom Land) 15 Mitarbeiter. „Weitere 15 Kolleginnen und Kollegen können wir noch gut gebrauchen“, sagt Kirsten Böhmann am Ende der Führung vor den insgesamt 16 Riesen-Tanks vor der Molkerei. In einigen ist Milch und in anderen Sahne drin. Ein anderer Tank enthält Frischwasser und in weiteren Tanks sind Reinigungsmittel, mit denen die Molkerei permanent gereinigt wird. Denn wer will schon saure Milch trinken.

Von Jeannette Hix

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