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Velten Schwerer Schlag für Oberhavels Eishockeyszene: Lars-Erik Lessel verstorben
Lokales Oberhavel Velten Schwerer Schlag für Oberhavels Eishockeyszene: Lars-Erik Lessel verstorben
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20:32 05.10.2018
Der Veltener Lars-Erik Lessel vor einem Spiel seiner Eispickels im Jahr 2001 (gr. Bild) verunglückte Anfang September bei einem Motorradunfall tödlich. Quelle: Robert Roeske/DPA
Velten

Der Eishockeysport in Oberhavel hat eine seiner prägendsten Persönlichkeiten verloren. Lars-Erik Lessel, der zuletzt in Velten lebte, verstarb bereits am 2. September 2018 bei einem Verkehrsunfall nahe Leegebruch mit seinem Motorrad. „Das war ein Schlag“, sagt Steffen Blochel, der mit ihm gemeinsam mehrere Jahre Eishockey beim EHC Eispickels Oberhavel (und Fußball beim SSV Lehnitz) spielte und dies bis zuletzt tat.

Gründungsmitglied des EHC Eispickels Oberhavel

Wer auch immer über Lars-Erik Lessel spricht, erinnert sich an einen zuverlässigen, ehrlichen, erfolgreichen und ehrgeizigen Sportler, Funktionär und Menschen. Er war im Jahre 1999 Gründungsmitglied des EHC Eispickels Oberhavel – und gehörte mit zu denen, die den Verein 15 Jahre später abmeldeten. In dieser Zeit avancierte der Mann, der auf dem Eis eine offensive Rolle verkörperte, zu einer Größe im eigenen Verein und im Landesverband. Und als die Berlin-Brandenburger Eishockeyliga nicht mehr existierte (ab 2011), blieb er dem Sport mit Puck und Schläger treu, spielte beim HEC in der Berliner Hobbyliga.

Zuletzt Fußballer in der Berliner Hobbyliga

„Ich lernte ihn über den gemeinsamen Freundeskreis kennen“, sagte Steffen Blochel. Er hat mit ihm bis zum Frühjahr dieses Jahres sonntags in der Berliner Hobbyliga gespielt. Das ließ sich der 44-Jährige nicht nehmen. Trotzdem fand der Familienmensch Zeit für seine Frau und seine Tochter . „Die neue Saison hat am vergangenen Sonnabend angefangen“, sagt Steffen Blochel. Wer von nun an immer fehlt, ist Lars-Erik Lessel. Der Mann, der für Zuverlässigkeit steht. „Und er hatte immer einen Plan, wie es weitergeht“, so Steffen Blochel.

Die Zuverlässigkeit in Person

Das war auch auf Funktionärsebene so. René Hoffmann, früherer Vorsitzender der Eispickels, erinnert sich, „dass wir gemeinsam den Brandenburger Eishockeyverband gegründet haben“. Das war damals ein vorausschauender Blick. Ziel war, alle Eishockeymannschaften unter einem Dach zu vereinen und einen geregelten Spielbetrieb aufzubauen. Das gelang. Etwa ein Jahrzehnt gab es die Berlin-Brandenburger Eishockeyliga, in der Eispickels-Vertreter eine dominierende Rolle spielten. Das weiß auch Olaf Schillhofer, der mit zu den Gründungsmitgliedern der EHC Eispickels (im Hennigsdorfer Kartoffelhaus) gehörte und dem Verein viele Jahre als stellvertretender Vorsitzender diente. Später integrierte der Vorstand Lars-Erik Lessel in die Führungsriege des Vereins – als Sportmanager. Olaf Schillhofer: „Er war damit unser Verbindungsmann zwischen Vorstand und Mannschaft. Durch seine Zuverlässigkeit war es gar keine Frage, dass wir ihn dazu holten.“

Mehrfacher Brandenburgmeister unter Regie von Lars-Erik Lessel

Olaf Schillhofer agierte im damals neugegründeten Brandenburger Eishockeyverband als Ehrenrichter. „Ich hatte mit den Beisitzern Matthias Köckeritz und Hamit Linke in all den Jahren einen einzigen Fall zu verhandeln. Lars-Erik war damals zu Schaden gekommen. In einem Play-off-Spiel gegen die Red Bulls Berlin – der EHC führte 7:1 – erhielt er einen Check gegen den Kopf. Der Helm zerbrach, er verschluckte seine Zunge und war in Lebensgefahr. Der Spieler, der den Check ausgeführt hatte, wurde zu fünf Spielen Sperre verurteilt, reduzierte sie durch gesellschaftliche Arbeit aber auf drei Partien“, erinnert sich Olaf Schillhofer. Die Eispickels, die sich aus Spielern aus dem Raum Hennigsdorf zusammensetzten, gewannen in den Jahren von 1999 bis 2011 dreimal den Titel und wurden dreimal Vizemeister – immer unter der Regie von Lars-Erik Lessel.

„Der beste Kapitän, den wir je hatten“

„Er war der beste Kapitän, den wir je hatten“, erinnert sich René Hoffmann. „Er war immer ein Vorbild, Eishockey war sein Sport.“ Am 3. September dieses Jahres stürzte er mit seinem Motorrad nahe Leegebruch nach einem Ausflug – nur wenige Meter von seinem Zuhause. Olaf Schillhofer: „Ein Schock für uns alle!“

Von Stefan Blumberg

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