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Velten Seit 48 Jahren Sänger beim Freien Chor Velten
Lokales Oberhavel Velten Seit 48 Jahren Sänger beim Freien Chor Velten
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19:43 22.02.2019
Sänger Rudolf Engelschalt hat ein Faible für Historisches. Quelle: privat
Velten

Als Rudolf – von allen nur Rudi genannt – Engelschalt aus Velten Anfang der 70er Jahre erstmals seine Flamme Petra ausführte, nahm er sie zu einer Faschingsfeier des Freien Chores Velten (FCV) mit. Beiden ist er treu geblieben. Mit Petra ist er seit 1975 verheiratet und dem Veltener Traditionschor hält er sogar seit Februar 1971 die Treue.

Petra und Rudolf Engelschalt Quelle: privat

Damit ist der 67-Jährige zwar nicht der älteste, aber nach Ehrenchorleiter Wilfried Jachnow der dienstälteste Sänger in dem Ensemble, dessen Wurzeln in das Jahr 1887 zurückreichen. Seine Frau habe er damals vor die Wahl gestellt, entweder mitzusingen oder zu Hause hocken zu bleiben, lacht Engelschalt. Die 64-Jährige entschied sich für ersteres. Es sei schön, dasselbe Hobby zu haben, ist Rudi Engelschalt überzeugt.

Rudi Engelschalt (hinten rechts) bei einem Konzert in den 70er Jahren. Quelle: privat

Das gebe Rückhalt, so der gelernte Elektromontageschlosser, der sein Leben lang bei Pflanzenfett Velten und den verschiedenen Nachfolgeunternehmen bis hin zu Tulip Cacoa gearbeitet hat. Bei Pflanzenfett nahm auch Engelschalts Chorkarriere seinen Anfang. Ein Kollege, ein Kriegsinvalide, bediente damals den Betriebsfunk. Er hörte, dass Rudi alle Lieder leidenschaftlich mitsang und fragte ihn, ob er nicht Lust habe, ihm Chor mitzusingen. Engelschalt hatte. Auch wenn er damals der jüngste Sänger war.

Mit Fahne auf Chorfahrt Anfang der 90er. Quelle: privat

Geprobt wurde da noch im Volkshaus, heute wird montagabends im Kommunikationszentrum gesungen. „Vorne hatte Bergmann seine Kneipe, dahinter war ein toller Saal zum Proben“, erinnert sich der zweifache Vater und vierfache Großvater, der auch ein Faible für Historisches hat. So hat er sich intensiv den alten Chorfahnen des FCV gewidmet, die alten Stocknägel erforscht. Einer stamme von der Feuerwehr aus Velten, ein anderer vom Chor der katholischen Kirche, den es schon längst nicht mehr gibt. Sogar einen Bergmannschor muss es anhand der Stocknägel einst in der Ofenstadt gegeben haben.

Rudolf Engelschalt mit Fahne zum 125.Geburtstag des Chores 2012 Quelle: Robert Roeske

Beim Chor ist Rudi Engelschalt überall da, wo Hilfe gebraucht wird: Beim Aufbauen der Podeste, er kümmert sich um die Elektrik und um die richtige Beleuchtung für die Sänger. Zusammen mit seiner Frau ist er zudem seit drei Jahren Chef der Noten, auch der digitalen. So sorgt er auch dafür, dass mit heutiger Computertechnik, MP3-Player sowie von Chorleiterin Constanze Löwe eingesungenen Liedern, alle Chorsänger zuhause üben können.

Mit Elan dabei (l.) Quelle: privat

Singen sei für ihn selbst Spaß an der Freude, Gemeinschaft und Entspannung. „Man kann vom Alltag abschalten und seine Sorgen vergessen.“ Außerdem liebe er das Gefühl der Anstrengung beim Üben, das später durch schönen Gesang erfüllt werde. Zwei Lieder gehen dem 67-Jährigen besonders an die Seele: Das „Schifferlied“ und das „Europalied“. Nur über mehr junge Mitsänger würde er sich freuen und lädt zur Probe ein. Denn Singen sei auch medizinisch gesehen gesund: Es stärke die Psyche und die Bronchien, ist der Basssänger überzeugt.

Information: Am Montag, 4. März, lädt der Freie Chor Velten um 19.30 Uhr zur Schnupperprobe in das Kommunikationszentrum Velten ein.

Von Ulrike Gawande

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