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Velten Sie ist die größte lebende Keramikerin: Sonderausstellung in Velten eröffnet
Lokales Oberhavel Velten Sie ist die größte lebende Keramikerin: Sonderausstellung in Velten eröffnet
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15:36 10.11.2019
Heidi Manthey – eine andere Welt. Eine Sonderausstellung in Velten ist eröffnet. Quelle: Stadt
Velten

„Feine Lieblingstücke“ aus der eigenen Sammlung von Heidi Manthey zeigt die am Sonntag im Veltener Hedwig Bollhagen Museum eröffnete Sonderausstellung anlässlich des 90. Geburtstags der Altmeisterin der Keramik. Dazu haben sich unter Mantheys Zutun ausgewählte Werke aus den Sammlungen von Freunden und Weggefährten sowie aus persönlichen Zustiftungen zum Hedwig-Bollhagen-Nachlass gesellt.

„Wir haben dafür teilweise die Wohnzimmer ausgeräumt“, berichtete Udo Arndt, Vorsitzender des Fördervereins der Veltener Museen, bei der Vernissage. „Meines besonders“, bestätigte lachend Heidi Manthey selbst. Von der großen Resonanz bei der Ausstellungseröffnung, zu der viele Künstler gekommen waren, die Manthey auf ihrem Lebensweg begleitet haben, zeigte sich die 90-Jährige sehr gerührt.

Die Schau vereint 150 Keramiken Mantheys

Die Schau vereint 150 Keramiken Mantheys aus einem weiten geographischen Raum, aus unterschiedlichen Schaffensperioden und insgesamt aus über mehr als sieben Jahrzehnten künstlerischen Schaffens. Sie zeigt grazile Figuren aus der griechischen Mythologie und geflügelte Mischwesen ebenso wie verzauberte Liebende und stellt nicht zuletzt die eindrucksvolle Persönlichkeit

Heidi Manthey vor. 1929 in Leipzig geboren, studierte Manthey Malerei und Grafik, später Keramik unter anderem bei Charles Crodel. Seit 1956 war sie freie Mitarbeiterin an den HB-Werkstätten in Marwitz, für die sie einige Formen und Dekorentwürfe lieferte. Zudem wirkte sie an zahlreichen baukeramischen Aufträgen mit. Nach HBs Tod im Jahr 2001 übernahm sie bis 2014 die künstlerische Leitung der Werkstätten. Bis heute ist die 90jährige Künstlerin in Marwitz zu Hause.

Schirmherr der Ausstellung ist Oberhavels Landrat Ludger Weskamp

„Jedes Stück, das hier zu sehen ist, hat seine eigene Erinnerung und Geschichte“, sagte Oberhavels Landrat Ludger Weskamp, Schirmherr der Ausstellung, an Heidi Manthey gerichtet: „Sie haben den Menschen in Oberhavel einen wunderbaren Einblick in Ihr Schaffen und Können geschenkt.“ Er würdigte Manthey als „die größte lebende Keramikerin unserer Region“. Neben ihm nahmen weit mehr als einhundert Gäste, darunter Bürgermeisterin Ines Hübner und Prof. Dr. Johanna Wanka, die ehemalige Bundesministerin für Bildung und Forschung, an der Ausstellungseröffnung genau am 112. Geburtstag Hedwig Bollhagens teil.

Die Sonderausstellung ist bis zum 31. Mai 2020 in der Wilhelmstraße 32/33 zu sehen. Zur Ausstellung hat das Museumsteam – zur Überraschung von Heidi Manthey – einen begleitenden Katalog mit allen Ausstellungsstücken und Zitaten der Künstlerin drucken lassen. Er ist zusammen mit einer Postkartenserie im Museum zu erwerben und kostet 30 Euro.

Von MAZonline

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