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Velten Trotz abmontierter Fake-Kamera: Vandalismus-Problem am Rathaus Velten gelöst
Lokales Oberhavel Velten Trotz abmontierter Fake-Kamera: Vandalismus-Problem am Rathaus Velten gelöst
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16:46 27.03.2019
Das Veltener Rathaus.
Das Veltener Rathaus. Quelle: Ingo Pahl
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Velten

Es war im März 2018 das Aufregerthema in der Ofenstadt schlechthin. Die MAZ hatte vor einem Jahr berichtet, dass vor dem Veltener Rathaus immer wieder Vandalen ihr Unwesen trieben. Bänke waren mit Graffiti beschmiert, der Briefkasten des Rathauses mitunter so zerstört, dass die Post der Bürger über den Rathausplatz flog. Ein Schnellschuss der Veltener Verwaltung als Reaktion darauf ging nach hinten los: Hinter dem Fenster eines Büros im Erdgeschoss wurde eine Kamera-Attrappe installiert, ergänzt wurde die Abschreckung durch ein Schild mit dem Hinweis auf die Videoüberwachung des Rathausplatzes. Doch schon nach einer Woche musste die Kamera wieder aus dem Fenster entfernt werden, die Sache war rechtlich nicht zulässig.

Einsatz der Streetworker zahlt sich offenbar aus

Mittlerweile hat sich die Lage offenbar beruhigt. In den Sommermonaten des vergangenen Jahres seien vor dem Rathaus nur wenige – nächtliche – Lärmstörungen durch Jugendliche registriert worden, erklärt Ivonne Pelz, Sprecherin der Stadtverwaltung. Auch Müll und Schmierereien gebe es kaum noch. „Seit Herbst vergangenen Jahres gab es keine Vorkommnisse mehr“, so Pelz weiter. Gründe seien unter andere die saisonbedingte Witterung und die Verlagerung der Jugendliche an andere Orte. „Nach Gesprächen mit den Jugendlichen selbst kommt die Stadt Velten zudem dem Wunsch nach einem Treffpunkt im Viktoriapark nach. Hierfür sind wir aktuell in den Abstimmungen“, erklärt die Sprecherin. Darüber hinaus seien die Streetworker des Jugendtreffs Oase in ganz Velten unterwegs.

Sozialarbeiter auf Augenhöhe mit Jugendlichen

Neben der stationären Arbeit im Jugendclub in der Breiten Straße seien die Streetworker regelmäßig an bestimmten Treffpunkten unterwegs, etwa an der Fahrradwerkstatt, der Skater-Ausleihe und beim Fußballprojekt in der Ofenstadt-Halle. Hinzu komme die aufsuchende Jugendarbeit immer dort, wo die konventionellen Angebote der Jugendarbeit, etwa mit dem Jugendclub Oase, nicht mehr greifen würden. Ivonne Pelz weist aber darauf hin, dass die Streetworker kein verlängerter Arm der Polizei seien und den Jugendlichen stets auf Augenhöhe begegnen würden. „Zu den unter Jugendlichen beliebten Treffs zählen derzeit etwa der Abenteuerspielplatz, der Viktoriapark, der Rathausplatz oder der Platz vor dem Kommunikationszentrum“, erklärt die Sprecherin.

Von Marco Paetzel