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Velten Das Polizisten-Duo der Ofenstadt
Lokales Oberhavel Velten Das Polizisten-Duo der Ofenstadt
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17:41 09.05.2019
Die Veltener Revierpolizisten Thomas Naumann und Babette Kramer sind jeden Tag auf den Straßen der Ofenstadt unterwegs. Ihr komplettes Handwerkszeug befindet sich am Gürtel: von der Waffe über Pfefferspray, Handschellen, Schlagstock. Quelle: Enrico Kugler
Velten

Ein Fünftklässler war außer Kontrolle geraten, schmiss mit bösen Worten und Dingen um sich. Die Lehrerin wusste keinen Rat mehr, rief die Veltener Revierpolizisten. Wenig später standen Babette Kramer (34) und Thomas Naumann (54) im Klassenraum einer Veltener Grundschule vor dem Rüpel. Respekt? Fehlanzeige. Auch die beiden Polizisten pöbelte der Junge zunächst an. Im Flur brach der Junge vor den Beamten in Tränen aus. „Er hat uns von seinen Sorgen erzählt“, sagt Thomas Naumann. Und das offene Ohr half: Der Schüler war fortan wie verwandelt. Als die Revierpolizisten zwei Wochen später nochmal in der Schule vorbeischauten, staunten sie nicht schlecht. „Er wollte Polizist werden“, sagt Thomas Naumann.

Seit 16 Jahren ist er auf den Straßen der Ofenstadt unterwegs, seine Kollegin Babette Kramer ist seit drei Jahren die Kollegin an seiner Seite. Er ist für den Stadtkern zuständig, sie für die Außenbereiche der Ofenstadt. Oft sind die beiden aber auch zu zweit unterwegs. Zum Beispiel mittwochs, wenn der Markt im Zentrum stattfindet, gehen die beiden über den Marktplatz. „Wir wollen die Leute darauf aufmerksam machen, ihre Fahrräder anzuschließen oder auf ihre Handtaschen zu achten“, so Kramer.

Ihr Büro haben die beiden im Bürgerhaus in Velten-Süd. Quelle: Enrico Kugler

Jeden Tag sind sie in der Ofenstadt unterwegs. Unter anderem klären die Beamten zu Themen wie Drogen, Alkohol und Rauchen in Kitas und Schulen auf. Auch Verkehrskontrollen, Haftbefehle oder die Suche nach Leuten, die ihre Knöllchen nicht gezahlt haben, steht auf dem Plan. Manchmal sind es aber auch simple Dinge. Wenn Rentner auf dem Bürgersteig fahren, weisen die Beamten sie freundlich darauf hin, doch auf der Straße zu fahren. „Die älteren schimpfen immer auf Kinder und Jugendliche, aber leben sowas falsch vor“, sagt Naumann. Ein nettes Wort, und das Problem ist oft gelöst.

Nur selten greifen die Polizisten zur Waffe

Ihr Büro haben die Beamten im Bürgerhaus Velten-Süd, hier sind sie jeden Dienstag von 15 bis 18 Uhr für die Bürger mit einer Sprechstunde da. Viele Bürger kommen, um etwa Fahrrad- oder Taschendiebstähle oder Körperverletzungen anzuzeigen. Andere brauchen Rat, etwa beim Streit mit den Nachbarn.

Selten greifen die Beamten auch zur Waffe. Einmal wollte Naumann einen Mann zur Räson bringen, der mit Hammer und Messer vor ihm stand – er sollte zwangseingewiesen werden. Mehrere Kollegen überwältigten ihn schließlich. Die Angst, sagt der Polizist, schwingt dabei immer mit. „Sie ist ein guter Begleiter, sonst wird man nachlässig.“

Von Marco Paetzel

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