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Velten Der „Lausepark“ als Geheimtipp
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17:18 07.08.2018
Der Park bietet viel Raum, um zu rasten. Quelle: Marco Paetzel
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Velten

Wann immer ich zwischen Terminen in der Ofenstadt Luft habe, fahre ich in den Viktoriapark, um ein paar Zeilen in den Laptop zu tippen. Die Bänke sind meistens nicht besetzt und es herrscht eine himmlische Ruhe im Park, der nur ein paar Meter neben der Viktoriastraße liegt. Auch Spaziergänger huschen in den warmen Sommertagen nur alle paar Minuten mal über die Wege, so dass man die meiste Zeit für sich ist. Eine perfekte Arbeitsatmosphäre im Grünen also.

Dass das Areal neben dem Friedhof im Volksmund nur „Lausepark“ gerufen wird, muss Besucher nicht abschrecken. Man holt sich beim Ausflug hierher mitnichten Ungeziefer. Der Name Lausepark, so wird in Velten erzählt, hat folgenden Hintergrund: Weil sich die Liebespaare im Park trafen und beisammen saßen wie sich lausende Äffchen, hatte der Park seinen Namen weg. Wirklich lausig war in den vergangenen Jahren allerdings der Zustand des Viktoriaparks. Nach dem Herbstürmen in vergangenen Jahr mussten zudem viele der Robinien gefällt werden. Auf Vorschlag der Fraktion Pro Velten trafen sich Stadtverordnete, Mitarbeiter der Verwaltung und Bürger Ende April zum Arbeitseinsatz vor Ort. Sie räumten Laub oder abgefallene Äste weg und pflanzten Blumen.

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Hier fanden einst Konzerte statt. Quelle: Marco Paetzel

Dennoch werden die großen Tage des Parks – bis zur Auflösung des Gewerbe- und Traditionsvereins (GuT) fanden hier Pfingstkonzerte mit Chor- und Blasmusik statt – wohl nicht so schnell wiederkehren. Zwar brachte die Fraktion Pro Velten in der Stadtverordnetenversammlung einen Antrag ein, den Viktoria-Park mit Spielplätzen für die Jüngsten und für Jugendliche auszustatten, das Ofenbauerdenkmal zu sanieren und den maroden Konzerthügel. Doch daraus wurde nichts. Unter anderem, weil die Veltener Jugend dort einen Treff ohne Spielplatz haben will. Immerhin: Rund 25 000 Euro Preisgeld, das die Stadt Velten beim Landeswettberwerb „GrünStadtRaum“ im Mai für ihre innerstädtischen Sanierungsprojekte gewann, sollen in die Aufwertung des Parks fließen.

Von Marco Paetzel

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