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Velten Die beste Mama der Welt
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00:21 15.05.2019
Maria da Guia de Oliveira Pfeifer (2.v.r.) mit ihren Töchtern Isabelle, Laila und Raphaela (v.l.) Tochter Judith fehlt auf dem Foto. Quelle: Robert Roeske
Velten

Wenn am Sonntag im ganzen Land Muttertag gefeiert wird, dann steht auch im Hause Oliveira Pfeifer in Velten Mama Maria da Guia im Mittelpunkt. Bekommt kleine Geschenke – gern selbstgemachte Kleinigkeiten – von ihren Töchtern überreicht. Aber groß gefeiert werde der Ehrentag ihrer Mutter nicht, erzählt Raphaela (15); Mama Guia sei das ganze Jahr über der Mittelpunkt der sechsköpfigen Familie.

Die ältesten Töchter studieren bereits

„Wenn man als Studentin nach Hause kommt, dann ist das wie früher, obwohl das Leben auch hier weiter geht. Die Mama ist eben die Mama. Sie macht alles für einen.“ Isabelle (19) hat 2017 Abitur gemacht und studiert nun „European Studies“ (Europawissenschaften) in Magdeburg und ist nur noch selten daheim. Ebenso ihre Zwillingsschwester Judith, die internationales Lehramt in Zwolle (Niederlande) studiert. Doch Mama Maria da Guia bleibt trotz der großen Entfernung die beste Mama. „Jedes Kind mag wohl seine Mutter am liebsten“, vermutet Raphaela, der besonders die Fürsorglichkeit ihrer Mutter gefällt. „Besonders wenn man krank ist.“

Aufgewachsen in Brasilien

Geboren und aufgewachsen ist Maria da Guia de Oliveira Pfeifer mit 13 Geschwistern in Brasilien. 1996 lernte sie ihren Mann Matthias kennen, als der im Rahmen eines kirchlichen Projektes ein Jahr lang in Brasilien Straßenkinder betreute. Vor 22 Jahren folgte sie ihrer großen Liebe nach Deutschland. 2002 zogen sie von Berlin nach Velten.

Herzlichen Glückwunsch zum Muttertag! Quelle: Robert Roeske

Der Alltag mit vier Kindern müsse sehr gut geplant sein, ist die 42-Jährige überzeugt, die 2008 zudem in Berlin mit ihrer Ausbildung zur Physiotherapeutin begann. Mittendrin erblickte Nesthäkchen Laila (8) das Licht der Welt. „Das wäre alles nicht möglich gewesen, ohne die Unterstützung meiner Familie. Alle haben geholfen, jeder hatte seine Aufgabe“, bleibt de Oliveira Pfeifer bescheiden. Und fügt lachend hinzu: „Zur Prüfung habe ich abgestillt.“ Natürlich habe sie damals viel lernen müssen, berichtet die Veltenerin, aber sie habe das Lernen in den Alltag integriert.

Jede Minute zum Lernen genutzt

Egal ob beim Kochen, auf dem Weg zur Ausbildung, beim Warten in der Musikschule oder im Garten, wenn die Kinder gespielt haben – sie habe eben jede Gelegenheit zum Lesen genutzt. „Ich habe davon nichts mitbekommen, sie hatte trotzdem immer Zeit für uns. Wir haben keine Abstriche gemacht“, ist Tochter Isabelle dankbar. Überhaupt sei ihre Mama eine„sehr gute Köchin“, lobt Laila ihre Mama, die immer lieb und gar nicht streng sei. 2013 machte sich die vierfache Mutter als Physiotherapeutin in Velten selbstständig. Selten hat seitdem eine Arbeitswoche weniger als 50 Stunden. Denn auch Hausbesuche und Büroarbeit gehören dazu. „Aber das ist keine Arbeit, das ist das Leben“, so die 42-Jährige, die nicht zwischen Arbeits- und Lebenszeit trennt.

Wohnzimmer als Familientreffpunkt

Hinzu kommt die Hausarbeit, der Garten, die Hobbys der Kinder. Die Großen machten früher Ballett und Leichtathletik, spielten Fußball, die jüngeren Töchter lernen Geige und Flöte. Auch da denkt die Vierfachmutter praktisch. „Ich verbinde die Fahrt zur Musikschule oft mit einem Hausbesuch.“ Entspannen könne sie beim Nähen, im Garten oder beim Gitarrespielen. Außerdem sei „schlafen Entspannung pur“, lacht sie. Zuhause sehe man die Familie oft „nur als Haufen“, sind sich alle einig, denn das Wohnzimmer ist Treffpunkt für alle. „Es gibt nichts, was wir nicht zusammen machen.“

Zur MAZ-Aktion „Oberhavels Mama Nr. 1“:

Im Grunde ist jeden Tag Muttertag – denn kümmern sich Mamas nicht jeden Tag um ihre Liebsten? Am Sonntag, den 12. Mai, steht zumindest der offizielle Muttertag 2019 an. Und die MAZ möchte wissen – was für tolle Mamas gibt es in Oberhavel? Aus diesem Grund starten wir die Aktion „Oberhavels Mama Nummer 1“:

Warum ist Ihre Mama die „beste Mama der Welt“? Sagen Sie uns, was Sie an Ihrer Mutter besonders schätzen. Warum ist Sie einmalig? Jede Einsendung kommt ins große MAZ-Voting bei der Suche nach „Oberhavels Mama Nummer 1“.

Senden Sie uns bis zum 31. Mai Ihren Vorschlag mit Name, Begründung und einem gemeinsamen Foto.

Was macht Ihre Mama einzigartig? Wofür sind Sie ihr besonders dankbar? Senden Sie uns Ihre E-Mail an oranienburg@maz-online.de

Von Ulrike Gawande

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