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Velten Velten: Fördermittel weiterhin in Gefahr
Lokales Oberhavel Velten Velten: Fördermittel weiterhin in Gefahr
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17:34 27.02.2020
In der Stadt Velten herrscht aktuell Ungewissheit. Quelle: Robert Roeske
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Velten

Bei der lange vorab geplanten, strategischen Gesamtberatung der Stadt Velten mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Landesministerien zur Ausgestaltung diverser Fördermittelprogramme zeigte sich, dass der SVV-Beschluss zur Steuerung des städtischen Wachstums Auswirkungen haben wird: Die Aufnahme in das Förderprogramm „Stadtumbau III“ werde insbesondere davon abhängig gemacht, dass preiswerter Wohnraum geschaffen wird. Dies war laut ursprünglicher Planung in dem Gebiet Nauener Straße vorgesehen. Die weitere Umsetzungsstrategie für das Gebiet liegt jedoch aufgrund des Beschlusses auf Eis. „Der Beschluss, neue Wohngebiete auf 50 Wohneinheiten zu beschränken, steht dem Bau bezahlbarer Wohnungen im Wege. Erst ab einer gewissen Größe ist sozialer Wohnungsbau überhaupt wirtschaftlich machbar, deshalb sind Fördermittel an der Stelle unerlässlich“, so Berthold Zenner, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Bau und Ordnung bei der Stadt Velten.

Des Weiteren machte das Land deutlich, dass es keine weiteren Zuwendungsbescheide aus dem Programm „Aktive Stadtzentren II“ geben kann, solange die Stadtgemeinschaft keine Lösung für das Thema Frequenzbringer bzw. Magneten auf dem Marktplatz präsentiert. Der Vollsortimenter sei ein zentraler Baustein im abgestimmten und aktuellen Konzept für die Belebung der Innenstadt. Sollte sich die parallel zum Bebauungsplan 53 (Vollsortimenter) beauftragte Prüfung eines Markthallenkonzepts in den leerstehenden privaten Flächen am Markt als wirtschaftlich darstellbar erweisen, könne neu verhandelt werden. Das Land habe jedoch große Zweifel an der Plausibilität der Idee. Man benötige den Nachweis, dass eine solche Idee funktioniert und dass ein Markthallenkonzept die gewünschte Belebung bringen könnte. Fördermittel, die jetzt schon zugesagt wurden, seien dadurch voraussichtlich nicht in Gefahr, was aber noch zu prüfen wäre. Sollte sich jedoch abzeichnen, dass die bewilligten Fördermittel beispielsweise für den Marktplatzumbau nicht ausreichten, werde es keine zusätzlichen Gelder geben können. Die Förderung würde in dem Fall mindestens eingefroren.

Von MAZonline