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Velten Frische Ideen für den Skaterpark
Lokales Oberhavel Velten Frische Ideen für den Skaterpark
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16:53 30.09.2018
Viele der Jugendlichen, die am Sonnabend kamen, verbringen fast ihre komplette Freizeit auf dem Skaterpark in Velten-Süd.. Quelle: Robert Roeske
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Velten

Tim ist Stammgast auf dem Skaterpark. Jeden Tag ist der 15-Jährige mit seinen Kumpels da, manchmal bis abends um 22 Uhr. Meistens trainieren sie Kunststücke mit ihren Rollern. Logisch, dass der Teenager dabei war, als Bauamtsleiter Berthold Zenner, Quartiersmanagerin Stephanie Marsch und Vertreter des Jugendclubs am Sonnabend zum Workshop auf den Platz in Velten-Süd einluden. Rund 25 Jugendliche waren gekommen, sie sollten Wünsche äußern, wie der Skaterplatz aussehen könnte.

Mit einem echten Experten gingen die Jugendlichen über das Areal und sprachen über ihre Wünsche: Christian Heise ist Profiskater und weiß, was Jugendliche brauchen. Das größte Problem sei, dass der Veltener Platz – wie viele andere in Brandenburger Kommunen – in den 1990er-Jahren gebaut wurde, und zwar ohne Mitwirken von Skatern. „Da haben nur Architekten dran gesessen, und das merkt man dann auch“, sagt Heise, der stellvertretender Landesfachwart für das Skateboarden ist. Sein Hauptkritikpunkt am Veltener Platz ist der Belag: Der Asphalt sei uneben, auf Beton lasse sich viel besser fahren. Zudem sollen einige Rampen so umgestellt werden, dass Skater und Rollerfahrer den Platz parallel nutzen können, ohne sich ins Gehege zu kommen. Der Zustand der Rampen selbst sei aber okay. „Die halten sicher noch zehn Jahre.“

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Neuen Asphalt soll der Platz im Zuge der Sanierung nun tatsächlich bekommen, auch die Elemente sollen verstellt werden. Rund 100 000 Euro könnte das kosten. Für die Erweiterung des Parks indes hat die Verwaltung grob 350 000 Euro eingeplant – zwei Drittel davon könnten aus dem Förderprogramm Soziale Stadt kommen. Ideen dafür kamen am Sonnabend genug zusammen: Mehr Bänke, Unterstellmöglichkeiten oder eine größere Halfpipe mit längerem Auslauf. Zudem wünschten sich die Teenager auch, dass der Platz künftig beleuchtet ist. Die Pappeln am Platz indes wollen sie nicht mehr, weil die Blätter auf dem Boden stören. Ende des Iahres soll im Jugendklub wieder über das Thema gesprochen werden. 2020 könnten die Arbeiten beginnen.

Von Marco Paetzel

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