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Velten MAZ-Kandidaten-Check (Frage 2): Wie kann man günstigen Wohnraum schaffen?
Lokales Oberhavel Velten MAZ-Kandidaten-Check (Frage 2): Wie kann man günstigen Wohnraum schaffen?
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01:16 17.05.2019
Die Spitzenkandidaten der Veltener SVV. Quelle: privat
Velten

Die MAZ stellt den Spitzenkandidaten der Parteien für die Veltener Stadtverordnetenversammlung täglich eine Frage per WhatsApp. Die Frage am Dienstag: Velten wächst rasant, Wohnungen sind knapp. Wie wollen Sie für bezahlbaren Wohnraum sorgen?

Katja Noack (SPD): Wir werden uns dafür stark machen, dass in Velten mindestens 100 neue Wohnungen gebaut werden. Damit die Mieten bezahlbar sind und bleiben, sollen diese Wohnungen von einer städtischen Gesellschaft gebaut und bewirtschaftet werden, die keinen Profit machen muss. Als mögliche Standorte für den Wohnungsneubau sehen wir z. B. die Nauener Str./R.-Luxemburgstr., die Bötzower Str., die Kremmener Str. (ehem. Johannesstift) und das Grundstück zwischen R.-Luxemburgstr./Poststraße.

Marcel Siegert (Pro Velten): Velten hat große Wohnungsbaupotentiale, gerade im Bereich der Nauener Straße. Während der Bauleitplanung und mit dem Abschluss des städtebaulichen Vertrages ist darauf einzuwirken, dass bezahlbarer Wohnraum entsteht. Zusätzlich sind die städtischen Gesellschaften zu nutzen. Gerade die Stadtwerke verfügen über finanzielle Reserven, die im sozialen Wohnungsbau Verwendung finden können. Es muss geprüft werden wie es gelingen kann, freien Mietwohnraum vorzugsweise an Veltener Bürger zu vergeben, ähnlich dem Einheimischenmodell, was für die Grundstücksvergabe an der Bötzower Str. in Anwendung kommen soll.

Alexander Moser-Haas (Linke): Die LINKE will, dass im Auftrag städtischer Unternehmen 150 geförderte bezahlbare Wohnungen gebaut werden - mit Zuschüssen und zinslosen Krediten der Investitionsbank. Das neue Wohnraumförderungsgesetz hebt die Einkommensgrenze z.B. für vierköpfige Familien auf 35 800 Euro (nach Pauschalabzug Steuern und Sozialversicherung) an, die dann in diesen geförderten Wohnungen höchstens 5,50 Euro/m² zahlen. Auch wer mehr verdient, soll solche geförderten Wohnungen für 7 Euro/m² bekommen können.

Hans-Jörg Pötsch (CDU): Es gibt bereits Grobplanungen für Wohnungsbau durch die Stadt und dessen Gesellschaften. Wir wollen mit den grob geplanten 9oo Wohneinheiten in den nächsten 3 bis 8 Jahren, dass 33 Prozent im sozialen Segment vom Preis her angesiedelt werden. 200 Wohnungen wollen die städtischen Gesellschaften bauen. Erste Planungsschritte erwarte ich 2020. Die 580 Wohnungen der REG sind belegt. Zwischen zwei Mietverhältnissen wird renoviert oder saniert. Es gab keinen Leerstand über 3 Monate. Wir werden auch bei preiswerten Wohnungen einen guten Komfort und Ausstattung anbieten. Die Mietpreise bei der REG haben wir über einen Aufsichtsratsbeschluss gedeckelt und haben vor, auch weiterhin so zu verfahren. Hj Pötsch

Ole Gawande (FDP): Zuerst müssen die Hürden zur Schaffung von Wohnraum gesenkt werden. Die Grundsteuer muss deutlich reduziert werden und die Bürokratie abgebaut werden, damit es leichter fällt Wohnraum zu erwerben, denn der beste Weg, Altersarmut zu bekämpfen ist Eigentum. Außerdem muss das Land aufhören, Entwicklungen am Reisbrett zu planen, Zuzug und Wegzug lassen sich schließlich nicht planen. Der Landesentwicklungsplan darf die Entwicklung von Städten und Gemeinden nicht behindern. Es muss im Bedarfsfall Bauland zur Verfügung gestellt werden.

Robert Wolinski (NPD): Auf städtischem Boden und mit einer städtischen Gesellschaft können wir neuen sozialverträglichen Wohnraum schaffen. Dieser ist insbesondere für Alleinerziehende und Alte auch dringend erforderlich. Ein wichtiger Leitsatz der NPD ist, Wohnraum zuerst für Deutsche zu schaffen und keinen Wohnraum für ungenehmigte oder ausreisepflichtige Asylbewerber bereitzustellen. Für Familien sollen weiterhin attraktive Baufelder eröffnet werden, um sich zu moderaten Konditionen Wohneigentum anschaffen zu können. Auch eine Mietpreisbremse ist vorstellbar.

Marco Schulze (AfD): Wir sind gegen einen weiteren Stadtausbau, ohne konkrete Einbeziehung der Bürger!! Wir sind dafür, dass die Bürger per Befragung oder Volksentscheid über unsere Stadtentwicklung mitbestimmen können, ob weiter gebaut werden soll oder auch nicht. Wir sind gegen die weitere Bebauung der Freiflächen in unserer Stadt, wir wollen unser Velten kleinstädtisch erhalten. Wir wollen nicht den Druck der Rot-Rot-Grünen Willkommenskultur des Landes Berlin ausgleichen, der durch die dortige Massenmigration in den Wohnungsmarkt ausgelöst wurde.

Von Marco Paetzel

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