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Velten MAZ-Kandidaten-Check (Frage 3): Wie wollen Sie das Zentrum beleben?
Lokales Oberhavel Velten MAZ-Kandidaten-Check (Frage 3): Wie wollen Sie das Zentrum beleben?
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01:17 18.05.2019
Die Kandidaten für Velten bei der Whatsapp-Umfrage. Quelle: privat
Velten

Die MAZ stellt den Spitzenkandidaten der Parteien für die Veltener Stadtverordnetenversammlung täglich eine Frage per WhatsApp. Die Frage am Mittwoch: Wie wollen Sie die so oft schlecht besuchte Innenstadt beleben?

Katja Noack (SPD): In der letzten Stadtverordnetenversammlung wurde einstimmig die Neugestaltung des Marktplatzes für fast zwei Millionen Euro beschlossen. Mit dem Kommunikationszentrum, dem Spielplatz am Rathaus, dem Bahnhof und dem neu errichteten Parkplatz wurden die ersten der insgesamt 38 Maßnahmen umgesetzt. Die Aufenthaltsqualität im Zentrum muss verbessert werden und die Zeiten des Wochenmarktes ausgeweitet werden. Es muss uns gelingen, durch die Neuansiedlung Handel & Wohnen zu kombinieren. Auch dazu haben die Stadtverordneten bereits Beschlüsse gefasst.

Marcel Siegert (Pro Velten): Wir halten an unserer Idee einer Markthalle fest. Diese kann neben dem Frischeangebot in Marktform durch regionale Händler zusätzlich für Kleingastronomie, sowie öffentliche Koch/BBQ-Events genutzt werden. Die Wiese am Marktplatz soll nicht mit einem Supermarkt – wie es SPD, CDU und LINKE wollen - überbaut werden, sondern weiterhin für Veranstaltungsformate wie das „Maifest“ oder „Velten wird fit“ zur Verfügung stehen. Der Umbau des Markplatzes und die damit einhergehende Verbesserung der Aufenthaltsqualität durch das Wasserspiel und ansprechende Sitz- und Spielgelegenheiten, sowie die Öffnung der Terrasse der ansässigen Gastronomie - verbunden mit freiem WLAN - werden für eine bessere Frequentierung sorgen.

Hans-Jörg Pötsch (CDU): Die Belebung der Innenstadt ist nur möglich, wenn es für jeden etwas gibt, was gebraucht oder genutzt werden kann. Mit einem großen Verbrauchermarkt wie Real, und einem attraktiven Markt, der zum Verweilen und Spielen animiert könnte dies gelingen. Wir können nur die Angebote machen, annehmen und nutzen müssen es die Veltener. Wir hatten bereits ein breites Angebot. Nach dem Wegzug von Aldi wurde auch dieses Angebot immer weniger angenommen.

Alexander Moser-Haas (Linke): Supermärkte gibt’s überall. Für eine echte Belebung braucht es zusätzliche Anlässe, um die Innenstadt zu besuchen. Der Geschäfts-„Adventskalender“ sollte nur der Anfang sein, wir brauchen ganzjährig mehr Aktionen. Wir wollen Beratungsangebote tageweise in die Stadt holen, etwa Verbraucherschutzberatung - zu „Abzocke im Internet“ bis zu den Rechten der Käufer von Diesel-Autos. Ich will mich auch dafür einsetzen, dass das Infomobil der Unabhängigen Patientenberatung nach Velten kommt.

Ole Gawande (FDP): Die Belebung der Innenstadt kann nicht geplant oder garantiert werden. Bevor Gelder verschwendet werden, für Angebote, die nicht genutzt werden, müssen die Bürger zusammen mit der Stadt diskutieren, was möglich und gewollt ist. Ein bunter Veranstaltungskalender im Zentrum, ein Seniorentreff und ein privates Café, das auch am Wochenende den Bürgern zur Verfügung steht, wären mögliche Ideen.

Marco Schulze (AfD): Velten braucht ein lebendiges Zentrum, das sich nicht nur am wöchentlichen Markttag zeigt. Die Neugestaltung des Marktplatzes ist ein guter Anfang! Der regionale und ortstypische Handel muss gestärkt werden, das kann zu Beginn über symbolische Mieten gelingen. Wir müssen es schaffen, dass Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister miteinander kooperieren- verlegt im Sommer einmal im Monat euren Arbeitsplatz nach draußen und seid präsent! Es müssen Treffpunkte für alle Altersgruppen geschaffen werden- lasst uns unsere Bürger einladen!

Robert Wolinski (NPD): Mittlerweile sehen wir einen ortsansässigen Vollsortimenter mit weiterem Wohnraum als sicher und sinnvoll an. Dieser sollte sich im Rücken des Marktplatzes auch in diesen integrieren, um flüssige Überläufe zu schaffen und den Marktplatz als solchen nicht abzuhängen.Der nun beginnende Umbau und die familienfreundliche Neugestaltung des Marktes lassen positiv in die Zukunft blicken. Wir können uns eine Bücherei mit Café, eine städtische Heimatstube und einen regionalen Obst- & Gemüseladen sehr gut vorstellen, ebenso wie eine Teilüberdachung, die den Wochenmarkt bei schlechtem Wetter sichert und für Anwohner den Geräuschpegel senkt.

Von Marco Paetzel

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