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Velten Anlauf-Stress im Molkerei-Hofladen in Velten
Lokales Oberhavel Velten Anlauf-Stress im Molkerei-Hofladen in Velten
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00:21 01.06.2019
Brigitte Fetter von der inzwischen verkauften Fleischerei Fetter verkauft jetzt im „Hofladen“ der Molkerei. Quelle: Jeannette Hix
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Velten

Da staunen die Besucher nicht schlecht: Nur eine Theke mit wenigen Produkten wie Butter, Milch und Käse im Hofladen der gerade eröffneten Molkerei „Luisenhof Milchmanufaktur“ in Velten gibt es.

Eigentlich sollten dort doch schon längst Bio-Produkte aus der Region wie Eier, Fleisch, Wurst, Obst und Gemüse zu haben sein. Was ist los? „Es hapert an der Kühltechnik. Da präsentieren wir erstmal unsere eigenen Produkte“, sagt Molkerei Geschäftsführerin Kirsten Böhmann. „Wir hoffen aber , dass es Anfang Juli mit dem Hofladen richtig losgeht.“

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Anfang Juli soll es im Hofladen „richtig losgehen“

Aber selbst die eigenen Produkte wie Joghurt stehen auch noch nicht im Hofladen zum Verkauf, obwohl der ja auch in der Molkerei produziert wird.

Aber sobald die Kühltechnik da ist, soll der auch zu haben sein. Dann hat Hofladen-Verkäuferin Brigitte Fetter, die viele von der inzwischen verkauften Fleischerei Fetter noch kennen, auch mehr zu tun. Mit Bio-Bauern aus der Region habe man auch schon Kontakt aufgenommen.

Pro Jahr sollen 40 Millionen Liter Bio-Milch verarbeitet werden

Wie die Molkerei (Baukosten: 15 Millionen Euro) arbeitet, können Besucher oben von der 120 Quadratmeter großen gläsernen Galerie beobachten (MAZ berichtete). Rund 7000 Liter Trinkmilch pro Stunde sausen durch die Rohre. „Pro Stunde können wir anderthalb Tonnen Rahm verbuttern. Wir produzieren aber nicht die übliche mildgesäuerte Butter, wie man sie im konventionellen Bereich eher findet, sondern Natur-, Sauerrahm- und Süßrahm-Butter“, sagt Betriebsleiter Andreas Abs (56).

Die Molkerei hat eine Verarbeitungskapazität von 40 Millionen Liter Milch im Jahr. Gestartet wurde aber erst mit 25 000 bis 50 000 Liter am Tag, später sollen es dann rund 100 000 Liter pro Tag sein. Bis dahin ist auch hoffentlich der Hofladen angelaufen.

Von Jeannette Hix