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Velten Motorradfahrer schreckt Pferd auf
Lokales Oberhavel Velten Motorradfahrer schreckt Pferd auf
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01:15 09.05.2019
Lisa Kohlos ist froh, dass ihr Pferd Leo (l.) am 1. Mai beim Ausreiten nicht durchgegangen ist. Quelle: privat
Velten

Es war ein schöner Ausritt am 1. Mai, Lisa Kohlos war mit ihrer Schwester Heike schon ein paar Kilometer auf den Pferden unterwegs. Am Veltener Ortseingang wollten die Frauen dann die Straßenseite wechseln. Lisa Kohlos’ Pferd Leo hatte es auch fast geschafft, als er auf dem Boden ein abgerissenes Plakat entdeckte. „Er ging ein Stück rückwärts und stand quasi halb auf der Landstraße.“ Eine Autofahrerin fuhr hupend an dem Pferd vorbei. „Und dann kam ein Motorradfahrer auf einer Sportmaschine an. Ich hatte das Gefühl, er hatte 120 Sachen drauf und steuerte noch auf uns zu“, sagt die 27-Jährige aus Bärenklau.

Sie ist froh, dass ihr Leo mit seinen 21 Jahren erfahren und ruhig genug ist, in solch einer Situation nicht durchzugehen. „Er hat sich schon erschrocken, aber war zum Glück relativ gelassen. Andere Pferde hätten da kopfloser reagieren können“, sagt die junge Frau. Es hätte aber auch durchaus mehr passieren können. Ein Pferd könnte etwa den Reiter abschütteln und flüchten – bis auf die Autobahn. „Das hätte richtig ernst werden können, auch für den Motorradfahrer“, sagt Lisa Kohlos.

Lisa Kohlos will niemanden an den Pranger stellen

Es gehe ihr aber nicht darum, Motorradfahrer oder Autofahrer an den Pranger zu stellen. Sie habe selbst einen Führerschein und könne alle Seiten verstehen.„Es ist mir einfach wichtig, die Leute für Pferde im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Von vielen Verkehrsteilnehmern sind solche Aktionen keine böse Absicht, sondern vielleicht Unwissen“, sagt Lisa Kohlos, die ihr Pferd Leo schon seit 15 Jahren reitet.

Auch Radler fielen ihr am 1. Mai negativ auf. Ein älterer Herr überholte Kohlos und ihr Pferd, er hielt kaum 50 Zentimeter Abstand zum Tier. Ein kleines Mädchen fuhr auf dem Rad gar so dicht vorbei, dass es den wedelnden Schweif der Pferdes ins Gesicht bekam. „Da hätte der Vater, der hinter dem Mädchen fuhr, besser aufpassen können“, sagt Lisa Kohlos.

Es war nicht das erste Mal, dass ihr solche Dinge beim Ausritt mit ihrem Pferd Leo im Straßenverkehr passiert sind. Hauptgrund sei, dass Pferde laut Straßenverkehrsordnung auf der Fahrbahn gehen müssen, der Gehweg ist tabu. „Viele Autofahrer beschweren sich deshalb und fahren zu dicht auf. Wenn das Pferd dann nach hinten austritt, kann es schon mal eine Beule geben“, sagt die erfahrene Reiterin, die mit acht Jahren zum ersten Mal auf einem Pferd saß.

Auch die Polizei mahnt zur Rücksicht

Sie habe das Gefühl, die Hemmschwelle von Auto- und Motorradfahrern im Umgang mit Pferden sei geringer, als wenn Radler vor ihnen fahren. Auch beim Überholen. „Oft fahren die Autos so dicht an uns vorbei, dass sie meine Gerte berühren.“ Zudem komme es vor, dass sie den Motor laut aufheulen lassen und extra noch mal neben dem Pferd Gas geben.

Auch Dörte Röhrs, Sprecherin der Polizeidirektion Nord, mahnt im Zusammenhang mit Pferden im Straßenverkehr dazu, dass die Verkehrsteilnehmer Rücksicht auf die Tiere nehmen sollten. „Man muss immer bedenken, dass Pferde schreckhafte Tiere sind und durchgehen können“, so Röhrs. Sie rät dazu, beim Überholen langsam am Tier vorbeizufahren. Wichtig sei in dem Zusammenhang auch, nicht zu dicht heranzufahren. „Gerade Tiere mit Scheuklappen sehen das Auto erst sehr spät neben sich“, so die Polizeisprecherin.

Von Marco Paetzel

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