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Velten Schon mehr als 80 Ideen für den Bürgerhaushalt
Lokales Oberhavel Velten Schon mehr als 80 Ideen für den Bürgerhaushalt
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00:26 08.06.2019
Susanne Zamecki und Ivonne Pelz werben auf dem Marktplatz für den ersten Bürgerhaushalt. Quelle: Marco Paetzel
Velten

Die Proben im Kommunikationszentrum sind kein Vergnügen für Rudolf Engelschalt. Er singt Bass im Freien Chor Velten und hat jedes Mals mit der Akustik im neuen Haus zu kämpfen. „Da muss man schon richtig laut singen, damit man überhaupt zu hören ist“, sagt der 67-Jährige. Das Problem sei, dass die Decke im großen Veranstaltungssaal eher darauf ausgelegt sei, Schall zu schlucken als ihn zu transportieren. „Für Konzerte ist das keine gute Voraussetzung“, sagt der Rentner.

Am Mittwoch war es für ihn deshalb ein Pflichttermin, beim Stand des Bürgerhaushaltes auf dem Veltener Marktplatz vorbeizuschauen. Verwaltungssprecherin Ivonne Pelz und die neue Mitarbeiterin Susanne Zamecki, die für den Bürgerhaushalt in der Ofenstadt verantwortlich ist, standen zwischen 8 und 12 Uhr auf dem Platz, um Fragen der Bürger zu dem neuen Beteiligungsangebot zu beantworten.

Bessere Akustik für das Kommunikationszentrum gefordert

Und Rudolf Engelschalt erkundigte sich gleich mal danach, was denn aus seinem Vorschlag für den Bürgerhaushalt geworden ist: Er will eine Erweiterung der vorhandenen Tontechnik, um so hochwertige Konzerte und Einzeldarbietungen zu ermöglichen. „Die Decke rauszureißen, wäre viel teurer. Ich denke, das sollte machbar sein“, sagt der Chorsänger. Verwaltungssprecherin Ivonne Pelz nickt. „Der Vorschlag befindet sich in der Prüfung, wir müssen uns mit dem Techniker im Kommunikationszentrum darüber abstimmen“, erklärt Pelz.

Der Vorschlag sei auf jeden Fall realistisch. Das sind längst nicht alle der mittlerweile mehr als 80 eingesendeten Vorschläge für den Bürgerhaushalt. „Wir denken, dass etwa die Hälfte der Vorschläge umsetzbar sein könnte“, so Pelz. Andere Vorschläge liegen indes nicht in der Macht der Verwaltung, etwa die Forderung nach dem schnellen S-Bahn-Anschluss oder dem Bau einer Autobahnauf- und Abfahrt der A 10 in Velten.

1000 Flyer, 10 000 Vorschlagsblätter

Grundsätzlich sei der Bürgerhaushalt aber gut angelaufen, und auch am Dienstag machten etliche Bürger Halt am Infostand. Ein Ehepaar machte gar Nägel mit Köpfen, reichte einen Vorschlag ein. Sie wollen zwei Sitzgelegenheiten am Stichkanal. „Die gab es dort vor Jahren Mal, nun fehlt den Leuten etwas zum Rasten“, erklärt Ivonne Pelz.

Es ist bereits der zweite Infostand in diesem Jahr, auch in den Veltener Schulen sind die Rathausmitarbeiterinnen unterwegs, um für den Bürgerhaushalt zu werben. Das tut Not, denn es ist das erste Mal, dass das Projekt in der Ofenstadt umgesetzt wird. 1000 Werbeflyer wurden gedruckt, genau wie 10 000 Vorschlagsblätter. 50 000 Euro stellt die Stadt für die Umsetzung der Vorschläge bereit.

Vom Blumenband durch die Stadt bis zu Mülleimern für den Heidering

Und bislang zeigen sich die Ofenstädter kreativ: Einer schlägt ein Frühlingsband aus mindestens 5000 Blumenzwiebeln vor, das sich durch die Stadt ziehen soll. Ein anderer schlägt vor, Velten als 3D-Modell aus Bronze gießen zu lassen – das sei nicht nur für Sehbehinderte eine Attraktion. Es gibt aber auch praktische Vorschläge: Von Naturspielelementen im Viktoriapark über mehr Mülleimer für den Heidering oder einen neuen Fußgängerüberweg für die Rosa-Luxemburg-Straße bis zum Ausbau des Katersteiges oder dem Bau einer Überdachung der Fahrradständer des Kommunikationszentrums.

Bürgerhaushalts-Expertin Susanne Zamecki ist zufrieden mit der Resonanz beim ersten Haushalt. Sie glaubt, dass es noch mehr als 100 Vorschläge werden. „Da habe ich mit Ivonne Pelz eine Wette laufen“, sagt Zamecki und grinst. Könnte gut sein, dass sie gewinnt.

Von Marco Paetzel

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