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Velten Medizinstudium nach dem Abitur 2017
Lokales Oberhavel Velten Medizinstudium nach dem Abitur 2017
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14:11 18.06.2018
Carina Odenwald aus Velten studiert in Aachen
Carina Odenwald aus Velten studiert in Aachen Quelle: privat
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Velten

Schon als kleines Kind wollte Carina Odenwald aus Velten Medizin studieren. Dabei mochte sie damals eigentlich keine Ärzte. „Aber meine Kinderärztin hat mich fasziniert, weil sie mir immer alles erklärt hat, was sie gemacht hat.“ Als Carina Odenwald dann im Sommer 2017 am Veltener Hedwig-Bollhagen-Gymnasium als eine von vier Schülern ihre Abiturprüfungen mit der Traumnote 1,0 bestand, da sei der Traum des Medizinstudiums wieder hoch gekommen, verrät die 19-Jährige.

Berlin war nie eine Option

„Ich dachte, ich probiere es mal.“ Aber Medizin sei kein leichtes Studienfach und eine Abiturnote von 1,0 zudem keine Garantie für den Wunschstudienort. „Mein Erstwunsch war Tübingen.“ Doch „nur“ an ihrem Zweitwunsch, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen (RWTH), bekam die Veltenerin einen Studienplatz. Berlin sei hingegen nie eine Option gewesen, gibt sie zu. „Die Stadt ist nicht meins, außerdem wollte ich von zu Hause weg, mich abnabeln und es alleine schaffen.“

Glücklich über den Zweitwunsch

Heute ist die angehende Medizinerin, die sich vorstellen kann, später als Allgemeinmedizinerin oder Kinderärztin zu arbeiten, froh, dass es mit einem Studienplatz in Aachen geklappt hat. Denn dort gibt es einen Modellstudiengang, in dem nach Themengebieten gelehrt wird. „Da wird alles besser miteinander verknüpft“, ist die Studentin begeistert. Ihr gefällt das Studium und vor allem, dass es weitaus weniger stressig sei als erwartet. „Man kann nebenbei noch leben.“

Gut vorbereitet durch die Schule

Schon in der Schule im Bioleistungskurs habe es sie begeistert, zu erfahren wie der Körper funktioniert. „Die Schule bereitet allgemein auf das Studium vor, und sie bringt einem vor allem bei, zu lernen. Auch wenn man seine eigene Methode finden muss.“ Kurzzeitig hatte Carina Odenwald sogar mit dem Gedanken gespielt, selber Lehrerin zu werden. Biologie, Mathe und Sport als mögliche Fächer. Auch Marketing stand bei der begeisterten Organisatorin im Raum.

Vorbild ist die ehemalige Kinderärztin

„Aber ich helfe gerne anderen und darum fand ich es auf lange Sicht interessanter, mehr mit Menschen zu arbeiten.“ Für die möchte sich die angehende Ärztin später auch gerne im Beruf Zeit nehmen. So wie es schon ihre Kinderärztin gemacht hat.

Von Ulrike Gawande