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Velten Veltener Feuerwache wird saniert
Lokales Oberhavel Velten Veltener Feuerwache wird saniert
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02:25 27.04.2018
Die Statik des Hauses ist gefährdet, weil das Dach auch auf den Zwischenwänden aufliegt. Quelle: Foto: Enrico Kugler
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Velten

Die Veltener Feuerwache wird noch in diesem Jahr saniert, weil schon Anfang 2017 bekannt wurde, dass die Statik des Gebäudes gefährdet war. Über die Vergabe für den entsprechenden Auftrag entschieden die Mitglieder des Hauptausschusses am Montagabend. Unter anderem werden in der Halle der Wache quer Stahlträger eingesetzt, um die Zwischendecke zu ertüchtigen. Außerdem sollen oben am Dach Zimmermänner und Dachdecker zu Werke gehen, um die Stabilität des Daches zu erhöhen.

Ursprünglich hatte die Verwaltung Kosten von mehreren hunderttausend Euro einkalkuliert, nun werden es insgesamt Kosten von etwa 150 000 Euro. Grund dafür ist vor allem, dass nach eingehender Prüfung eines Statikers festgestellt wurde, dass in der Halle keine Stützen aufgestellt werden müssen. „Ist denn dann auch gewährleistet, dass das Gebäude in den nächsten Jahren nutzbar ist?“, wollte Frank Steinbock (SPD) wissen, der auch dem Feuerwehrförderverein vorsitzt. Ein anwesender Experte antwortete, dass der zuständige Prüfstatiker keine Garantie über mehr als zehn Jahre für das Gebäude gebe. Aber für die kommenden zehn Jahre sei die Verwaltung auf der sicheren Seite, wenn sie die Arbeiten durchführen lässt.

Das Dach der Wache, Baujahr 1993, liegt statt auf den Außenmauern auch auf den Zwischenwänden des Hauses auf, sodass dort massive Kräfte wirken. So sei das nicht vorgesehen, konstatierte ein Prüfstatiker. Allerdings können die Veltener keine Gewährleistungsansprüche mehr gegen die Baufirma machen, weil der Bau dafür zu lange zurückliege. Nachdem als Sofortmaßnahme Dachsparren verstärkt wurden, zeigten sich Risse in den darunter liegenden Gebäudeteilen.

Deutlich teurer wird dagegen der Umbau des Knotenpunktes Bötzower Straße/Viktoriastraße/Westrandsiedlung samt Bau einer Ampel. Rund 230 000 Euro wird das Projekt, das die Stadtverordneten schon 2014 beschlossen hatten, kosten. Das sind rund 100 000 Euro mehr als von der Verwaltung vorgesehen. Das liegt vor allem an den gestiegenen Preisen in der Baubranche. „Es ist im Moment schlimm auf dem Markt, und es zeichnet sich im Moment noch kein Ende des Berges ab“, erklärte Karin Hufnagl von der Verwaltung. Die Mitglieder des Hauptausschusses waren sich jedoch einig, dass es keinen Sinn macht, den Auftrag nochmal neu auszuschreiben, in der Hoffnung, dass es günstiger wird. „Der Knotenpunkt muss vor allem für Fußgänger und Radfahrer dringend gesichert werden“, erklärte Andreas Noack (SPD). Auch Hans-Jörg Pötsch (CDU) betonte, dass die Stadt eine Verkehrssicherungspflicht habe. „Gerade wegen der vielen Kinder, die dort auf dem Weg zur Schule entlang müssen.“ Pötsch werde dem Auftrag für das Projekt deshalb zustimmen, allerdings „zähneknirschend“.

Von Marco Paetzel