Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Veltener Bahnhofssanierung nimmt Fahrt auf
Lokales Oberhavel Veltener Bahnhofssanierung nimmt Fahrt auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 31.01.2015
Am Bahnhof Velten besteht großer Sanierungsbedarf. Der Flachbau rechts soll durch einen Glaspavillon für Bäckerei und Bistro ersetzt werden.
Am Bahnhof Velten besteht großer Sanierungsbedarf. Der Flachbau rechts soll durch einen Glaspavillon für Bäckerei und Bistro ersetzt werden. Quelle: Enrico Kugler
Anzeige
Velten

Schnell war man sich einig, den fünf Kilometer langen Naturlehrpfad im Wald zwischen der Autobahn111 und Stichkanal, den Schüler und Lehrer der Oberschule Velten seit Jahren pflegen und mit Hinweisschildern zur Tier- und Pflanzenwelt versehen haben, wie vorgeschlagen nach der Veltener Hufschmiedin und Umweltaktivistin Barbara Zürner zu benennen. Bürgermeisterin Ines Hübner lobte die unermüdliche Arbeit der Schüler und bestätigte, dass auch die Forstverwaltung als Eigentümer und Partner des Naturlehrpfades keine Einwände gegen eine entsprechende Benennung habe.

Die Beschlussvorlagen zum Thema „Bürgerbeteiligung zum Ausbau der Wilhelmstraße“ und „Die Unterschreitung der Geschossigkeit in der Parkstadt“ wurden hingegen nach kurzen Diskussionen wegen erhöhten Beratungsbedarfs an den Bauausschuss sowie der „Selbstbindungsbeschluss Bernsteinsee“ an den Finanzausschuss zur Beratung verwiesen.

In Anwesenheit von Unternehmer Karl-Dietmar Plentz, Käufer des Veltener Bahnhofsgebäudes, wurde ohne Gegenstimme beschlossen, die Sanierung des Bahnhofes in das Förderprogramm „Aktive Stadtzentren“ aufzunehmen. Dabei können maximal 40 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst werden, von denen die Stadt ein Drittel (rund 133.000 Euro) finanziert. Der Förderbescheid liegt bereits vor.

Ines Hübner sieht den Umbau des Bahngeländes als Einheit mit dem des Bahnhofsgebäudes und somit als Schlüsselelement in der Förderkulisse. „Der Bahnhof ist die Visitenkarte der Stadt.“ Daher teilt sie auch nicht die Ansicht der Fraktion Pro Velten, dass die Gefahr einer möglichen Rückzahlung der Fördergelder besteht, falls andere Projekte des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (Insek) nicht umgesetzt werden sollten. „Es wird einen Vertrag mit Herrn Plentz geben, der das regelt“, so Ines Hübner.

Ein langer Weg

Bereits im September 2010 hatte der Schwantener Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz Interesse bekundet, den Bahnhof in Velten zu kaufen.
Zweieinhalb Jahre scheiterte das Geschäft daran, dass die Deutsche Bahn die Immobile zwar verkaufen wollte, aber nicht zur kompletten Nutzung freigeben konnte.
14 Studenten der Fachhochschule Potsdam befassten sich vor mehr als einem Jahr im Auftrag des Bauherren mit der Gestaltung des Bahnhofs.
Die Gesamtkosten für das Bahnhofsprojekt werden auf 1,2 Millionen Euro geschätzt.

Ein großer Fragenkatalog von 20 mündlichen Anfragen – davon 15 von der Fraktion Pro Velten sowie fünf der SPD-Fraktion – war schon im Vorfeld der Sitzung schriftlich beantwortet worden. Man verzichtete seitens beider Fraktionen auf eine öffentliche Verlesung, da alle Fragen und Antworten im Ratsinformationssystem auf der Internetseite der Stadt nachzulesen sind. „Wer kein Internet hat, bekommt im Rathaus die Möglichkeit der Information“, versprach der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Hans-Jörg Pötsch (CDU), der außerdem bekannt gab, dass demnächst über eine neue Geschäftsordnung, in der auch die Sitzordnung geregelt wird, entschieden werde.

Von Ulrike Gawande

Oberhavel Grundsteinlegung für den Comenius-Neubau an der Jenaer Straße - Die schönste Schule von Oranienburg
31.01.2015
Oberhavel Nachts Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet - Aufregerthemen in Fürstenberg
02.02.2015
Oberhavel Trafohäuser, Türme, Briefkästen und dazu Geschichtliches - Besondere Geschenkidee aus Oberhavel
31.01.2015