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Oberhavel Vorglühen auf dem Backofenplatz
Lokales Oberhavel Vorglühen auf dem Backofenplatz
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16:30 12.05.2013
Familie Davis und der Morris. Quelle: Cindy Lüderitz
DOLLGOW

Seit einem Jahr fährt der gebürtige Engländer aus Neuroofen die hierzulande kaum bekannte Automarke regelmäßig aus – „bei schönem Wetter“. Wenn es regnet, bleibt der grüne Wagen mit den Kulleraugen in der Garage. Am Sonnabend hielt das Wetter – und Paul Davis musste nicht fluchtartig den Backofenplatz in Dollgow verlassen.

Mehr als 60 Aussteller hatten sich dort bis zur Mittagszeit mit ihren Maschinen ein Stelldichein beim zweiten Oldtimer- und Traktorentreffen gegeben. Für Ortsvorsteher Wolfgang Kielblock ist das Fest der Maschinen eine Art Vorprogramm für das große Erntedankfest im September (das 20. inzwischen). Dort kämen die Oldtimer immer ein wenig zu kurz, weshalb Heimatverein und Motorsportclub (MC) für die Technikschau einen eigenen Termin arrangierten. Dietmar Herzig, Vorsitzender des MC, rührte im Vorfeld die Werbetrommel und warb bei zahlreichen Veranstaltungen im Umland für eine Ausfahrt nach Dollgow. Tatsächlich kamen am Sonnabend viele Motorrad-, Trabi- und Traktorfreunde auch aus dem Nachbarkreis in den Stechliner Ortsteil. „Das schöne an Dollgow ist, dass die Maschinen, die hier zu sehen sind, auch erklärt werden. Wir nehmen uns dafür die Zeit“, sagt Dietmar Herzig. Immer wieder bildet sich um das eine oder andere Ausstellungsstück eine Menschentraube. Unter geöffneten Motorhauben stecken Besucher und Besitzer die Köpfe zusammen. Andere nutzen die Zeit für kleinere Reparaturen und Pflegeeinheiten an ihren Oldtimern. Bevor Norbert Krüger mit seinem Lanz Bulldog eine Ehrenrunde über den Platz drehen kann, muss er die Maschine anheizen – beziehungsweise vorglühen, wie der Fachmann sagt. Das dauert etwa zehn Minuten und funktioniert über eine Heizlampe. Norbert Krüger hat inzwischen im Gefühl, wann die Glühnase heiß genug und der Diesel verdampf ist – dann kann er den Motor ankurbeln. Alles funktioniert vor Publikum reibungslos – „zuverlässig wie immer“, sagt der Granseer über seine 1938 gebaute Maschine. Seit 2006 ist sie in seinem Besitz und erfreut auf Technikfesten ihn und Besucher. Was vor allem daran liegt, dass der Startvorgang bei diesem Modell noch nach Arbeit aussieht. Norbert Krüger bewundert aber ebenso die große Toleranz gegenüber Kraftstoffen: „Manche füttern ihren Lanz auch mit Fritten- oder Speiseölen“, sagt er.

Paul und Katrin Davis bitten derweil ans Steuer ihres englischen Automobils. Über die beiden Sitzreihen hat der Vorbesitzer roten Stoff gezogen, das Interieur ist auf das Wesentliche reduziert, Schalthebel, einige Knöpfe und das Steuer. „Der Minor war in England und darüber hinaus das, was der Käfer in Deutschland war“, erklärt Katrin Davis. Noch heute gehört er auf der Insel zum Straßenbild. Die Firma gibt es zwar längst nicht mehr, aber Ersatzteile werden nach wie vor produziert. Die Neuroofener besitzen inzwischen drei Oldtimer dieser Art und restaurieren derzeit einen weiteren. (Von Cindy Lüderitz)

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