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Oberhavel Wenn der geliebte Oldtimer baden geht
Lokales Oberhavel Wenn der geliebte Oldtimer baden geht
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12:18 07.07.2017
Patrick Orlamünder vor seinem mit Schlamm bedeckten Mercedes, der in den letzten Tagen unter Wasser stand. Quelle: Privat
Leegebruch

Patrick Orlamünder muss kurz durchatmen. Sein geliebtes Auto ist kaum wiederzuerkennen. Der Wagen hatte am vergangenen Donnerstag in der Nähe vom Eichenhain in einer Garage gestanden und ist vom Schlamm bedeckt. „Eine Art Fahrstuhl-Garage ist das“, erklärt Patrick Orlamünder. „Mein Auto stand ganz unten im Keller. Über die Jahre ist der Boden dort abgesackt. So schnell konnten wir gar nicht gucken, da war der Raum überflutet.“ Sein Mercedes W126 – Baujahr 1982 – war unter den Wassermassen begraben. „Das ist natürlich nicht schön“, findet der Leegebrucher. „Doch das ist irgendwie nur ein Auto. Andere in unserer Gemeinde haben ganz andere Sorgen. Es ist beeindruckend, wie alle zusammenrücken und sich helfen.“

Auch er war dabei, als am Sonnabend kurzerhand Leute gebraucht wurden, um 5000 Sandsäcke zu füllen. „Wir hatten das kurzfristig gehört, haben uns mit Freunden aufgemacht und haben bis lange nach Mitternacht die Sandsäcke befüllt.“ Die Menschen seien aus allen Himmelsrichtungen Oberhavels gekommen, um zu helfen. „Das war schon Wahnsinn“, so Orlamünder. „Bekannte Gesichter aus Hennigsdorf, Velten, Oranienburg oder Berlin waren zu sehen. Wir mussten in dieser Nacht nicht viel sagen. Jeder wusste, um was es geht.“ Deshalb hat die Bergung seines Wagens auch nicht ganz oben auf der Prioritätenliste gestanden.

Gestern war es aber soweit. „Wir haben den Wagen aus dem Wasser gezogen. Schlamm überall, alles durchweicht, Wasser im Schiebedach und Scheinwerfer – Patrick Orlamünder zweifelt noch immer, ob es überhaupt noch Sinn macht, den Wagen wieder in Gang zu bekommen. „Die Sitze bestehen aus Schaumstoff und sind kaum noch nutzbar“, erklärt er. „Die Elektrik ist dahin. Der Motor wohl auch. Ich werde den Wagen auseinandernehmen und gucken, was noch geht.“ Zuerst wird er sich um die Teile im Fahrerraum kümmern. „Ich bin nicht so der Experte. Deshalb hoffe ich, dass es Fachleute gibt, die mir beim Motor helfen können.

Die Lage in Leegebruch

Alle aktuellen Infos zur Situation in Leegebruch gibt es auf unserer Sonderseite: www.MAZ-online.de/leegebruch

Von Sebastian Morgner

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