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Oberhavel Wie weiter mit Oranienburgs „Herz der Stadt“?
Lokales Oberhavel Wie weiter mit Oranienburgs „Herz der Stadt“?
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16:53 21.08.2019
Gut gefüllt war der Bibliothekssaal beim elften Oranienburger Innenstadttreff am Dienstagabend. Quelle: Nadine Bieneck
Oranienburg

Rund 60 Gewerbetreibende, Lokalpolitiker, Verwaltungsmitarbeiter und Bürger waren Dienstagabend in die Bibliothek am Schlossplatz gekommen, um sich beim von derCity-Gemeinschaft Oranienburg organisierten Innenstadt-Treff über den aktuellen Zustand der Innenstadt auszutauschen. Zwei Themen bestimmten die Diskussion in der Bibliothek, in welche die Veranstaltung aufgrund der großen Nachfrage verlegt worden war.

Zunächst präsentierte Marktanalyse-Spezialist Rüdiger Eyseine Idee, über sogenannte „Stadtspaziergänge“ mit verschiedenen Zielgruppen (Familien, Senioren, Jugendliche, Touristen) ins Gespräch über die Oranienburger Innenstadt zu kommen, um dabei Visionen und Ideen zu entwickeln, mit denen sich die Attraktivität rund um die Bernauer Straße steigern lässt. Eys Präsentation sorgte für rege Nachfragen, in denen auch eine Menge Skepsis mitschwang. So zum zeitlichen Rahmen dieser Erhebung ebenso wie der Auswahl der Befragten. Anlass für Kritik gab die Nichtberücksichtigung von Infrastruktur und Ortsteilen in der Präsentation. „Ohne funktionierende Verkehrsanbindung, ohne die Ortsteile, also nur von der Laufkundschaft kann in der Bernauer Straße niemand überleben“, meinte Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz, der dort eine Backstube betreibt. Wie GeschäftsstraßenmanagerStefan Wiesjahn im Nachgang der Veranstaltung mitteilte, werde nun das Feedback zu derlei Stadtspaziergängen seitens der Gewerbetreibenden eingeholt, um dann zu entscheiden, wie es mit dem Vorschlag weitergeht. Dessen Umsetzung könnte Kosten bis in den fünfstelligen Bereich bedeuten, deren Finanzierung aktuell offenbar noch völlig ungeklärt ist.

DIe Entwicklung dieser Brache beschäftigt die Oranienburger. Quelle: Enrico Kugler

Auch bei dem zweiten großen Thema, dessen sich die Anwesenden an diesem Abend annahmen, kochten die Emotionen teils hoch. So hielten die Architekten des seit 2016 im Oranienburger Oranienwerk ansässigen Architektenbüros „reimer architekten“ ein Plädoyer für die Entwicklung der Brachfläche gegenüber des Schlosses, die gegenwärtig als Parkplatz genutzt wird. Erhofft hatten sich zahlreiche Veranstaltungsbesucher einen ganz praktischen, im Idealfall bereits visualisierten Vorschlag der Architekten. Die präsentierten jedoch eher Allgemeinschauplätze. Klar wurde in der anschließenden Diskussion, in der insbesondere die Vertreter der Stadtverwaltung sowie aus der Lokalpolitik das Wort ergriffen, dass die Entwicklung dieser Fläche, unisono von den Beteiligten als nicht irgendeine Fläche, sondern das „Herz der Stadt“ bezeichnet, zu den größten Herausforderungen der aktuellen Stadtentwicklung gehört. Einigkeit herrschte darüber, dass eine endgültige Lösung gut durchdacht und unter Mitnahme der Bürger geschehen müsse. „30 Jahre lang ist dort nichts passiert“, brachte der CDU-Stadtverordnete Michael Ney es auf den Punkt. „Es ist immer noch besser, dort eine Brache zu haben, als dass irgendein Mist darauf gebaut wird.“ Stefan Wiesjahn hofft, dass die Debatte der Anfang und „hoffentlich Anschub für eine weitaus größere Diskussion, auch in einem größeren Rahmen,“ war.

Von Nadine Bieneck

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