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Oberhavel Woba: Grünes Licht für zehn neue Wohnungen
Lokales Oberhavel Woba: Grünes Licht für zehn neue Wohnungen
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17:30 26.03.2018
Auf der Fläche rechts neben dem Discounter sollen die zehn Wohnungen und die Arztpraxis entstehen. Quelle: Enrico Kugler
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Kremmen

Rund um die Wohnblöcke an der Ruppiner Chaussee in Kremmen tut sich was. In diesem Gebiet entsteht demnächst nicht nur – wie berichtet – die neue Rettungswache. Die Wohnungsbaugesellschaft (Woba) plant dort den Bau von zehn neuer Wohnungen.

Bei den Kremmenern steht dieses Thema oft sehr weit oben auf der Agenda: fehlende Wohnungen in der Stadt. Die Woba will dem nun entgegensteuern. Gebaut werden soll auf dem freien Gelände zwischen dem Netto-Markt und dem Wohnblock direkt an der Straße. Noch ist nichts davon zu sehen, aber voraussichtlich im Frühjahr könnte es losgehen, sagte Eckhard Kuhn, der Geschäftsführer der Woba. Bis zum Jahresende soll dort alles fertig sein. In Sachen Baukosten spricht Eckhard Kuhn von etwa einer Million Euro.

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Schon im vergangenen Frühjahr stellte Kuhn die Pläne vor. Die Kremmener Stadtverordneten hatten der Woba dafür eine Bürgschaft aus dem städtischen Haushalt in Höhe von zwei Millionen Euro bewilligt. Zwischenzeitlich war aber unklar, ob sie durch die Kommunalaufsicht bewilligt wird. Das Problem: An der Berliner Straße, im jetzigen Asylbewerberheim, stehen der Stadt – nach dem Auslaufen des dreijährigen Mietverhältnisses zwischen Stadt und Landkreis – 36 Wohnungen zur Verfügung. Die Frage war, ob das Interesse an Wohnungen in Kremmen hoch genug ist, dass die Woba weitere Häuser bauen kann.

Inzwischen ist die vom Parlament beschlossene Bürgschaft bewilligt worden, wenn auch nicht in der kompletten Summe. Wie Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung sagte, liege die Bürgschaft für 1,56 Millionen Euro vor. Daraufhin habe der Woba-Aufsichtsrat grünes Licht für das Bauprojekt an der Ruppiner Chaussee gegeben.

Es entstehen fünf Zwei-Raum-Wohnungen mit einer Größe von je 58 Quadratmetern und fünf Drei-Raum-Wohnungen mit jeweils 72 Quadratmetern. Wie Eckhard Kuhn sagte, sollen sie sich „im mittleren Preissegment“ befinden. Konkret: „Wir visieren eine Kaltmiete in Höhe von 7,80 Euro an“, so Eckhard Kuhn. Hinzu kämen etwa 2 Euro pro Quadratmeter für die Betriebskosten. Für einen Haushalt mit einem 2000-Euro-Nettoeinkommen solle somit nicht mehr als ein Drittel für die Miete ausgegeben werden, so Kuhns Rechnung.

Die Woba sammelt permanent Nachfragen für die Wohnungen. Momentan sollen etwa 20 Anmeldungen vorliegen. Sind die zehn Wohnungen schnell belegt und der Bedarf danach immer noch da, dann könnte weitergebaut werden – und zwar hinter den Blöcken an der Ruppiner Chaussee, neben dem gerade entstehenden Seniorenheim. Geplant wären dann seitens der Woba noch mal zwei Häuser mit je sechs Wohnungen. „Aber da warten wir wirklich erst ab, ob die zehn Wohnungen im ersten Haus voll werden“, sagt Eckhard Kuhn. Baustart dort wäre frühestens im nächsten Jahr. Im Hinterkopf hat er dabei auch die 36 Wohnungen in der Anlage an der Berliner Straße., die in etwa drei Jahren frei werden könnten.

Auch eine Arztpraxis soll im neuen Haus an der Ruppiner Chaussee eingerichtet werden. „Da sind wir noch auf der Suche nach Interessenten“, sagt der Woba-Chef. Es habe schon mal eine Ärztin gegeben, die in die Praxis einziehen wollte, aber aus privaten Gründen habe sie ihre Pläne geändert. „Wer Interesse hat, kann sich bei der Woba melden.“

Von Robert Tiesler